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Fink: Haiku Ambulanz - Hilfe
hilfe

Fink - Haiku Ambulanz

Cover von Haiku Ambulanz
Fink
Haiku Ambulanz

Label Trocadero
Erstveröffentlichung 12.09.2014
Format CD
Lieferzeit 1 – 8 Werktage
Preis 9,95 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

2003er und 5. Album des auf die kreative Keimzelle konzentrierten Duos Nils Koppruch und Andreas Voss. Was war ich hin und weg, als mich Fink mit den Vogelbeobachtungen auf das köstlichste Glatt-Eis aus deutschen Landen seit fragmichnicht führten, selten vorher hatte deutsche Musik (und dann noch ausgerechnet Country) einen so einzigartigen Charme, bei aller Vorbilder-Nähe ein solch eigenes Gesicht. Das Erlebnis Fink wurde mit Loch In Der Welt noch gesteigert, in Konzerten wuchsen einem die lakonischen Alltags-Gedichte, gebettet in kargste Americana-Atmosphäre, mehr und mehr ins Herz.

Dann aber lockerte sich für mich die herzliche Bindung, Fink begaben sich auf die Suche, versuchten, sich zu verändern, ohne sich verbiegen, und schenkten mir mit Mondscheiner und Fink zwei Platten mit großartigen Momenten, die aber den durchgängigen Fluß vermissen liessen.Dementsprechend zurückhaltend, zögerlich nähere ich mich dem 5. Vollwerk und – bin platt, aber glücklich. Von der ersten Minute an eingenommen, überzeugt, überwältigt. Fest an der Seite von Sänger/Redner und Saitenspieler Koppruch und Rumdum-Bassist und Interims-Elektroniker Voss agieren die Immer-wieder-Finken Dinesh Ketelsen an den Gitarren und der Mountaineer Henning Wandhoff, der derart vielseitig über alle Felle streichelt und schlägt, best und world-mäßig grooved, dass das allein schon das Hörerlebnis lohnt. Fast ebenso oft hört man die bewährten Töne von Martin Wenk (Trompete zwischen Mariachi und Miles Davis ) und Ecki Heinz (Geige und Mandoline), weitere Gäste sind Carsten Meyer und Lee Buddah.

Und das Ergebnis dieses produktiven Zusammentreffens ist ein Album, das rund und reif klingt wie nie zuvor, das rockt und schleift, mit Shuffles und Grooves, dass es eine ungewohnte, aber reine Freude ist. Texte und Stimme Koppruchs bleiben sich treu, wieder sind es die Banalitäten, die er mit schneidender Stimme ins Licht des Besonderen hebt. Aber musikalisch ist das ganze reicher, voller, satter geworden (ohne glatter zu sein), kommen die Fink-typischen Country-Americana-Puritäten gelassener, rollender, gefühlsnah gründelnder daher (und von wegen „nirgendwo ne Single und die Hookline fehlt, ich sage Euch, dies hier ist kein schönes Lied“), vor allem aber gibt es so viel Neues, aber nicht weniger Finkisches wie deftig-verzerrt rockende Untertöne, triphoppende Schlagwerk-Flechtwerke und tief-schleppender Blues.

Und um den Genuß abzurunden, kommt die CD im mit Skurrilitäten und Kuriositäten aus medizinischen Nachschlagewerken um 1900 (und ähnlichen Quellen) wunderschön aufgemachten Design, das Booklet mit seinen Bildern und schillernden Schrifttypen ist eine Augenweide für sich. (cpa)

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