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Park Jiha: Communion - Hilfe
hilfe

Park Jiha - Communion

Cover von Communion
Park Jiha
Communion

Label Glitterbeat/tak:til
Erstveröffentlichung 02.03.2018
Format CD
Lieferzeit 4 – 7 Werktage
Preis 15,75 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

18er, aus Korea. Was für tolle und innovative Musik! Ich liebe Entdeckungen komplett neu- und/oder andersartiger Klänge, vor allem, wenn sie so faszinierend daherkommen wie das hier. Jiha spielt Piri (eine Oboe-ähnliche Flöte) und Yanggeum (hammered Dulcimer, von der Santur abstammend), ihre Begleiter Vibraphon, Bassklarinette resp. Tenorsax und (farbige) Percussion (je bei ungefähr der Hälfte dabei). Koreanische Folk-Traditionen spielen eine größere Rolle, ok, aber nur als Ausgangsbasis (v.a. melodisch/soundmäßig), manchmal nicht mal das. Sie machen etwas völlig Originäres daraus („vergessen“ auch schon mal Korea), ungewohnt/seltsam, doch (zumindest des Öfteren) irgendwie harmonisch, ergänzen, kombinieren verschiedene weitere (manchmal auch dominierende) Stilmittel. Im Einzelnen: Klare, durchdringende, dennoch ruhige bis meditative Klänge, entfernt Ambient-verwandt, aber beweglich, Korea mächtig modifiziert wie nichts anderes! 2x Korea meets Minimal Music und doch absolut unterschiedlich: Massive Kontraste zwischen zarten/poetischen Parts sowie stark anschwellendem dezent perkussivem hypnotischem Zug (das meint das Label wohl mit, Zitat, „dynamics of Post Rock“); oder leise Phasen treffen gemäßigt/in Wellenbewegungen anschwellende rhythmisierte, mit abermals hypnotischer (Sog-) Wirkung total neuartig, experimentell, doch auf Anhieb packend (dabei organisch anmutend, keine Dissonanzen). Dann ein ganz ruhiges getragenes meditatives beinahe sakrales Wunderwerk von unglaublicher Schönheit (nur hier spielt sie eine Bambus-Mundorgel mit 17 Pfeifen, im Duo mit Vibrafon) ein Traum! Korea Fehlanzeige. Die (z.T. noch bessere!) B-Seite dagegen verarbeitet auf bestechende Weise durchweg (teils starke!) Jazzeinflüsse, von wunderbar melodisch-lyrisch bis höchst intensiv (geradezu Free Jazz-artig kurzzeitig) und/oder höchst originell, koppelt sie mehrfach mit Minimal Music- bzw. einer Art Gamelan-Elementen, natürlich (nicht immer) etwas Korea-Folk-Tradition, verwendet einige stoische Rhythmen, generell immer wieder Kontraste differierender Art (Rhythmus, Poesie und Melodie, immens extrovertierte bis gar aggressive Phasen resp. extrem emotionale und leise, sanfte, für Momente tauchen gar Drone-Sounds oder Laurie Anderson-Flair auf). Das pure ungeheuer spannende ungeheuer wirkungsvolle und großartige Abenteuer! Dicke Empfehlung! (dvd)

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