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Ein Traum. Und eine immense Überraschung, so etwas hat er noch nie gemacht (und andere Musiker auch nicht). Inspiriert von einer vergessenen Musikform des 19. Jahrhunderts namens „Lining Out“, in britischen Kirchen entwickelt und seinerseits eine Quelle für den US-Folk bzw. Roots-Musik des frühen 20. Jahrhunderts. Einerseits klingt das nach frühem US-Songwriter-Folk, den Appalachen, Proto-Country, Gospel, minimalistisch instrumentiert (Akustikgitarre und Banjo, sporadisch auch Hurdy Gurdy, Kastagnetten, Mandoline), vor allem aber: Wunderwunderschön, durchweg exquisites Songwriting (was er selbst auch sagt), becircend, berührend, bestechend gesungen. Selten tauchen für Sekunden Soundeffekte auf, bereichern und verwundern. Tja, und dann gibt es das Alleinstellungsmerkmal: Gleich im ersten Song, man hat sich gerade auf die beschriebene zurückhaltende ruhige bis poetische/filigrane Gangart eingestellt, erfreut sich an den feinen Backing Vocals, der Ausdrucksstärke, taucht wie aus dem Nichts (und ziemlich „gewaltig“) ein Chor auf, ein ausgezeichneter (es gibt zwei davon, ein 6-köpfiger und ein 11-köpfiger, die sich vermischen, abwechseln), man erschrickt regelrecht, dann auch einzelne weitere Stimmen der Kontrast ist enorm, der Chor ist laut und kraftvoll, das Ergebnis: Grandios, Verzauberung. Dieses Prinzip setzt sich non-stop fort, die Musik, Wagners Gesang ändern sich zunächst nicht wesentlich (vielleicht mal dezent mehr in Richtung Americana), die Chöre schon, zwischen den Songs und innerhalb. Voller Power wie am Anfang, als feinfühlige Harmony Vocals, als harmonisches wortloses Backing, alles überstrahlend, sakral (mehrfach, da spielt der Kirchen-Background eine Rolle), kontrastreich wie organisch eingefügt, diffizil und ausgesprochen variabel, mal eine zeitlang aussetzend, mal dominant, hier häufig eingesetzt, dort eher punktuell, definitiv führen sie immer wieder ein Eigenleben (durchaus auch, was die Melodik betrifft!), sind mehr Partner als bloße Unterstützung. In der 2. Hälfte des Werkes wird mehr variiert, auch abseits der Chöre: Das Banjo fehlt meist, die Vocals agieren z.B. ganz besonders emotional und offensiver als sonst, bewegen sich in ständiger gleichberechtigter Zwiesprache mit den Chören 2 Ebenen quasi. Eine Mandoline ersetzt das Banjo, es überraschen betörende Effekte und Klänge (Synthie?? Ein innovatives total faszinierendes Stück!), die Akustikgitarre arbeitet extrem minimalistisch (und ohne jede weitere Begleitung), auch die Chöre halten sich stärker zurück (z.B. Harmonies pur), oder bestreiten einen Song fast im Alleingang (inklusive Effekten). Spontan würde ich sagen, das beste Lambchop-Album ever. Ganz große Kunst. (detlev von duhn)
Lambchop's seventeenth album Punching the Clown finds Kurt Wagner returning to first principles. Sparked by a late-night radio encounter with an unidentified gospel recording, Wagner fell deep into the world of ""lined out singing"" a centuries-old Scots-Appalachian call-and-response tradition in which a lone clerk leads a choir through hymns, word by unadorned word. That spirit of raw, communal voice shapes every moment of Punching the Clown: Wagner spent years studying great songwriters and relearning his craft from the ground up, whittling dozens of songs down to twelve. Recorded in three days with guitarist Andrew Broder, Justin Vernon on banjo, and a six-part choir assembled by Blake Morgan and engineered by Lambchop veteran Mark Nevers, the album is graceful, wry, and quietly devastating.
Produced by Ryan Olson and recorded August 25–27, 2025, at April Base, Wisconsin. The record was completed over three days and features Kurt Wagner (vocals), Andrew Broder (guitar), Justin Vernon (banjo), and a six-part vocal ensemble, with additional choir recordings in London and Minneapolis."
Herstellerinformationen
City Slang GmbH & Co KG
Urbanstr. 70a
10967 Berlin
Germany
info@cityslang.com
| 01 Just West of Nicollet; < |
| >02 A Doctor in the House< |
| >03 Weakened< |
| >04 Stella< |
| >05 Punching the Clown< |
| >06 White People< |
| >07 The New World Wave< |
| >08 Andrew Jackson Asshat< |
| >09 Afterburner< |
| >10 Cigar< |
| >11 To Do; < |
| >12 No Chicago |

Lambchop2-LP The Bible
27,95 €
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