Sun Ra: Excelsior Mill - Hilfe
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Sun Ra - Excelsior Mill

Cover von Excelsior Mill
Sun Ra
Excelsior Mill

Label Modern Harmonic
Erstveröffentlichung 24.05.2024
Format CD
Lieferzeit 2 – 3 Wochen
Preis 15,95 € (inkl. MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

24er Release, die Aufnahme stammt, nehme ich an, von 1984. Und ist mir komplett unbekannt, ich weiß nicht, ob in irgendeiner Form schon mal veröffentlicht, eher nicht. Auf Modern Harmonic, auf dem Label sind schon einige tolle Alben vom Meister erschienen. Er spielt hier eine große Pfeifen-Orgel (Kirchenorgel), und zwar großteils solo (sehr punktuell scheinen eine Pauke bzw. andere Percussions hinzuzukommen). Ganz gern verwendet er tiefste (durchdringende!) Register und mittlere bis hohe parallel (oder doppelt tiefe). Einflüsse von moderner Klassik tauchen mehrfach zwischendurch auf (natürlich sehr individuell gestaltet), Jazz in auch nur halbwegs herkömmlicher Form ist dies auf jeden Fall nicht, auch kein Free Jazz. Avantgarde, okay, aber eminent eigen. Extremst große immer wieder enorm beeindruckende Klangpalette! Assoziationen: Majestätisch. Schroff, roh. Anrührend, fast lieblich (kurzzeitig). Grell. Tumultös. Space. Erhaben. Zerhackt. Dramatik. Rhythmisch nie stringent, eher „stop and go“, bzw. beständig wechselnd. Spooky… Ich kenne vielleicht 200 Alben von ihm, so eines ist mir noch nicht untergekommen, jedenfalls nicht in seiner Gesamtheit (bestimmte ähnliche Passagen schon). Zwei Stücke sind angegeben, namens Beyond Hiroshima und Excelsior, das Info konstatiert „CD contains the entire uncut show“, die 42 Minuten passen jedoch auch auf eine LP so ganz werde ich daraus nicht schlau, vermute aber, dass beim Vinyl ca. 4 Minuten fehlen. Die Tapes (Mastertapes) sollen aus den Original-Archiven von Sun Ra stammen, klanglich war wohl nicht mehr möglich, jedenfalls ist der Sound nicht gerade optimal, aber hörbar (manchmal etwas verzerrt, zudem ein gewisser Rauschpegel). Sehr, sehr außergewöhnlich, selbst für seine Verhältnisse! (detlev von duhn)

Review

The outsized sounds emerging from the Excelsior Mill organ captured here constitute a unique chapter in the Sun Ra story, a dizzying phantasmagoria that offers a whole new view on what Ra could do. It might thrill you; it might unnerve you; it might strum your heartstrings; it might spook the living daylights out of you. Most likely you’ll experience all of the above before the jolting musical jeremiad is done. When you’re Sun Ra, you don’t need synthesizers to evoke apocalyptic visions and interstellar excursions. You don’t even need a band.

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