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Altin Gün: On - Hilfe
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Altin Gün - On

Cover von On
Altin Gün
On

Label Bongo Joe
Erstveröffentlichung 13.04.2018
Format CD
Lieferzeit 4 – 7 Werktage
Preis 15,95 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

18er, türkisch-holländische Band aus Amsterdam. Klingt oft 70s-artig updated, sie sind stark beeinflußt von der Hochzeit des türkischen (Psyche) Rock damals (u.a. wird auch Legende Erkin Koray gecovert). Türkischer Pop und Rock, Orientalik, mehrfach (wirkungsvoll!) Psychedelia (oder dezenter Acid Rock) sowie Funk bzw. starke Grooves, , auch mal eine kleine Prise Balkan… Manchmal richtig ansteckend/mitreißend, woanders eine Art naiver Charme, viel positives Feeling. Unterschiedliche Charakteristik der Songs, gerade auch die Rhythmik (neben Funk und moderneren Grooves eher Rock oder etwas Naher Osten, 1x gar entfernt Can), meist aber ziemlich bis sehr schnell. Zwischendurch ein langsam-erhabenes atmosphärisches folkig reduziertes Stück und ein dunkles zurückhaltendes mit einem Hauch Dub (beide klasse). Neben den (m/w) Vocals großteils Gitarren-basiert und die sind toll! Cremig, flüssig, Wah-Wah… (dvd)


Auf sowas habe ich ja schon länger gewartet: ein Update von türkischem Psychedelic Rock, wie er zuletzt in den frühen 70ern von Leuten wie Erkin Koray und Neset Ertas produziert wurde. Die fünfköpfige Band Byaltin Gün greift diesen speziellen Style des Oriental Rock nicht nur auf, sondern macht ihn auch richtig funky. So entsteht ein höchst tanzbarer, hypnotisch groovender, oft spaciger Funk-Rock mit türkischen Vocals (männlich und weiblich) und grandiosen elektrifizierten Gitarren im exotischen Nahost-Sound. Das geht so richtig in Hüften und Beine, hat aber eben auch deutlich psychedelische Qualitäten. Nicht so stoisch wie Glitterbeat-Act Baba Zula, eher poppig und verspielt, mit herrlich eingängigen Songs und immer upliftendem Groove. Hier trifft türkischer Folk auf Funk und 70er Rock, hervorragend produziert und für ein Debütalbum erstaunlich ausgereift. Auch mal mit Sixties-Orgel oder Afro-Beat-Anleihen, orientalischen WahWah-Gitarren oder wie in meinem liebsten Song „Cemalim“ mit irrem, orientalischem Keyboard-Solo wie beim syrischen Zauberer Omar Souleyman, das Ganze aber nicht zu Plastik-Disco, sondern zu einem treibenden Can-Beat. Hinter dem trans-europäischen Projekt steckt der Bassist Jasper Verhulst (Jacco Gardner), lediglich die beiden Vokalisten Merve Dasdemir und Erdinc Yildiz Ecevit scheinen den Namen nach türkischer Herkunft zu sein, die Band kommt nämlich nicht aus Istanbul, sondern aus Amsterdam. Egal, hier wachsen so oder so Kontinente und Kulturen auf tanzbarste Weise zusammen. (Joe Whirlypop)

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