Black Keys: Delta Kream - Hilfe
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Black Keys - Delta Kream

Cover von Delta Kream
Black Keys
Delta Kream

Label Nonesuch
Erstveröffentlichung 14.05.2021
Format 2-LP
Leider nicht verfügbar.
Rezension

Die Vinylversion soll wieder erhältlich sein, ist aber lt. Plattenfirma erst wieder in 2022 bestell- u.lieferbar.

Das 10te Album der Black Keys feiert die Wurzeln der Band und enthält elf Mississippi Hill Country Blues-Standards, die Dan Auerbach und Patrick Carney seit ihren Teenagertagen lieben, Songs die ihre band überhaupt erst möglich gemacht haben. Was es vorab zu hören gibt, "Crawling Kingsnake", ihre Version des John Lee Hooker Klassiker, oder die zweite Single "Going Down South", ein R.L.Burnside Stomper, lassen erahnen, dass die beiden trotz aller Verneigung den Originalen neue Aspekte abgewinnen können, im Black Keys' typischen Sinne. Aufgenommen wurde „Delta Kream“ in Auerbachs Easy Eye Sound Studio in Nashville, wo ihnen Musiker wie Kenny Brown und Eric Deaton Gesellschaft leisteten, langjährige Mitglieder aus den Bands von Blues-Legenden wie R. L. Burnside und Junior Kimbrough.

Das ganze lief spontan und recht frisch. Dan Auerbach über die Aufnhmen "..Es war eine sehr inspirierende Session, bei der Pat und ich zusammen mit Kenny Brown und Eric Deaton in einem Kreis saßen und diese Songs spielten. Es fühlte sich so natürlich an..." und Carney ergänzt:: "Die Session wurde nur wenige Tage im Voraus geplant und nichts wurde geprobt. Wir haben das gesamte Album in etwa zehn Stunden aufgenommen, an zwei Nachmittagen, am Ende der ›Let's Rock‹-Tour< ..."

Seinen Namen bezieht das Album von William Egglestons ikonischem Mississippi-Foto, das auf dem Cover zu sehen ist. 

Unser Rezensent staunt nicht schlecht:
Nach 20 Jahren Bandgeschichte hatte ich die Black Keys nicht mehr so richtig auf dem Schirm. Pioniere im Bluesrock, zuletzt solides Spätwerk. Und auch Dan Auerbachs Solokarriere gar nicht übel. Meine Erwartungen ans neue Album waren also überschaubar jetzt bin ich von „Delta Kream“ mal wieder so richtig begeistert. Denn das Album ist ein Schritt zurück zu den harschen Roots aufgenommen in gerade mal zehn Stunden. Elf ausgewählte Coverversionen, der Sound roh gezimmert und gerade deshalb so perfekt. Weil hier gleich zweimal Songs von John Lee Hooker zu hören sind, taugt dessen elektrisches Bluesalbum von 1971 „Endless Boogie“ als Referenz wie übrigens auch die gleichnamige US-Band, die sich schon seit längerem diesem episch-psychedelischen Blues-Sound widmet. Black Keys machen das hier nicht ganz so exzessiv wie Endless Boggie, dennoch wird auch hier in aller Ruhe gegniedelt. Auerbachs Gitarrenduellen mit dem zweiten Gitarristen Kenny Brown (aus der Band von R.L. Burnside) wird reichlich Raum gegeben. Das klingt dann teils fast wie CCR in halber Geschwindigkeit also grandios. Super finde ich auch den Schlagzeugsound von Patrick Carney, vor allem diese Snare unnachahmlich. Das Songmaterial ist vom Feinsten: Mississippi Fred McDowell und die großen Fat Possum-Veteranen R.L. Burnside und Junior Kimbrough. Hookers Klassiker „Crawling Kings Snake“ ist ein sechsminütiger, psychedelischer Genuss, „Poor Boy A Long Way From Home“ (aus der Feder von Burnside) ein fetter, slidesatter Floorfiller wow! Macht insgesamt ein grandioses zehntes Black Keys-Album und sozusagen die Essenz ihres geschichtsbewussten Delta-Sounds. (Joe Whirlypop)

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