International Music: Ententraum - Hilfe
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International Music - Ententraum

Cover von Ententraum
International Music
Ententraum

Label Staatsakt
Erstveröffentlichung 23.04.2021
Format CD
Lieferzeit 1 – 3 Werktage
Preis 16,95 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Peter Rubel, Pedro Goncalves Crescenti und Joel Roters melden sich mit diesem mehr als einstündigen Psychedelic-Rock-Trip eindrucksvoll zurück. Als Produzent wählten sie erneut Olaf O.P.A.L, mit dem sie bereits das gefeierte Vorgängeralbum „Die besten Jahre“ und das nicht weniger erfolgreiche Album „Nenn mich Musik“ ihrer Schwesterband The Düsseldorf Düsterboys aufgenommen haben.
Die Musik auf dem 17 Lieder starken Epos klingt, als hätten die Beatles ihre Inspiration für das Weiße Album nicht nur in Indien, sondern auch bei einem schottischen Dudelsackvirtuosen gesucht. Der für International Music so typische Harmonie-Gesang klingt, als singen The Byrds gerade zusammen mit Ian Curtis. Sixties-Pop und 80er Jahre Postpunk in einer vollkommen stimmigen Melange. International Music sind eine hochmusikalische Punkband. Wobei sie unbedingt auch eine Krautrock-Band sind, hörbar große Verehrer von La Düsseldorf, sich aber immerzu dem Song verpflichtet fühlen. Ebenso unüberhörbar: Der Einfluss der brasilianischen Tropicalismo-Bewegung. "Ententraum" wirkt wie ein Konzeptalbum, das einem die ganze Zeit über zu sagen scheint, dass es wohlmöglich nicht nur ein, sondern unendlich viele Konzepte gibt. International Music beeindrucken uns in diesen 64 Minuten mit hoher Intensität und packender Dramaturgie, wie es eben nur die ganz großen Bands können. „Ententraum“ ist ein humorvolles, sprachverliebtes, psychedelisches (Anti-) Konzeptalbum voller Hits für hochkomplizierte Zeiten.

Unser Rezensent schreibt darüber:
21er, ihre 2 LP nach dem exquisiten Debut vor 3 Jahren fällt keinen Deut schlechter aus. Derzeit einer meiner deutschen Favoriten. (Fast) strikt gitarrenorientiert (fein und variabel gestaltet!). Ein unendlicher Strom von (teils überraschenden/originellen) Ideen, attraktiven Motiven/Melodien, packenden Stilmischungen, assoziationsreichen interessanten bis dadaistischen/surrealen Texten in 17 Stücken. Inkl. ein paar eingängigen kleinen Chören und verhallten Stimmen (ganz sporadisch singen sie übrigens auch in Englisch). Der gern für sie verwendete Begriff „Psychedelic-Band“ greift wirklich viel zu kurz. Es tauchen u.a. auf: Früh-80er-Anleihen von (Post) Punk bis zu deutschem New Wave-Pop (auch mal ganz frühe in Pop gebadete Cure-Verweise). Radikal reduziertes (Rock-) Songwritertum mitsamt End-60er Beach Boys-Assoziationen. Kraut trifft Pop inkl. intelligentem Psyche-Input und Garagen-Spritzern (garniert von attraktiven Rhythmusverschiebungen). Ein teils organisches teils konfrontatives Amalgam aus 60s-Pop, 70s-Glam, Psychedelia und, ähem, Franz Josef Degenhardt. Post Punk, NDW und 60s Pop vereint. Aggressive Gitarren-Grandezza in spartanisch-wirkungsvoll. Dezente Velvet Underground-Annäherung (die ruhigen/poppigen). Eine zeitlose leicht dunkel gefärbte zeitlose/80er Balladen-Elegie. Versonnene bestechend atmosphärische Dream Pop-Verweise treffen Shoegazer-Momente und für Sekunden die Monks. Repetitiver milde psychedelischer Post Punk unter Jesus & Mary Chain-Einfluß. Entfernte Big Star-Erinnerungen, groovend-manipuliert. Sanfte Joy Division. Abgedrehte Noise-Experimente. Ganz kurz blitzen Lou Reed und The Who auf… Ich liebe diese Entdeckungsreisen. (detlev von duhn)

Tracklisting
1. Fuerst von Metternich<
>2. Hoehle Der Vernunft<
>3. Wassermann<
>4. Erosion Korussion<
>5. Spiel Bass<
>6. Museum<
>7. Insel Der Verlassenheit<
>8. Zucker<
>9. Misery<
>10. Kopf Der Band (Pedros Version)<
>11. Marmeladenglas<
>12. Beauty of the Bar<
>13. Raus Ausm Zoo<
>14. Immer Mehr<
>15. Der Traum Der Ente<
>16. Dschungel<
>17. Los Angels
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