New Moon Jelly Roll Freedom Rockers: Vol. 2 - Hilfe
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New Moon Jelly Roll Freedom Rockers - Vol. 2

Cover von Vol. 2
New Moon Jelly Roll Freedom Rockers
Vol. 2

Label Stony Plain
Erstveröffentlichung 26.03.2021
Format CD
Lieferzeit 1 – 3 Werktage
Preis 14,95 € (inkl. MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

21er Release. Ein halbes Jahr nach dem genauso grandiosen ersten Teil nun der 2., von einer schon 2007 aufgenommenen doch nie veröffentlichten einfach großartigen Session einer wahren Allstar-Band, die in offensichtlich extrem inspirierter und freudvoller Atmosphäre musizierte, ohne alle Ego-Trips, instrumental bestens vernetzt, songdienlich und toll gespielt, oft wunderbar lose. Die Besetzung: Ein Teil der North Mississippi Allstars (Chris Chew, Luther und Cody Dickinson), deren Vater, die (damals noch) lebende Legende Jim Dickinson (of Dixie Flyers- und Mudboy & The Neutrons-fame, als Musiker u.a. für die Stones, Dylan, Aretha, Flamin Groovies, immer wieder Ry Cooder tätig, als Producer für z.B. Big Star und Alex Chilton, Green On Red, Tav Falco, Replacements, Willy DeVille etc. etc.), Charlie Musselwhite, die brillanten Jimbo Mathus und Alvin Youngblood Hart. Blues also, in verschiedener Form, aber was für welcher! Egal, ob eigene Songs oder alte bis uralte Covers, von Größen wie Junior Wells, Jimmy Reed, Earl Hooker, Mississippi Sheiks. Oder gar Charles Mingus! Dessen Oh Lord Don´t Let Them Drop That Atomic Bomb On Me freilich ebenfalls als ziemlich purer Blues daherkommt (plus ein wenig Gospel-Einfluß), inspiriert von den 30ern bis 50ern; eines der 4,5 noch einmal herausragenden Highlights hier. Ansonsten: Mehrfach klassischer Chicago Blues, schleppend, satt und saftig bzw. old-fashioned groovend mit diversen bestechenden Gitarren und ebensolcher Harmonica. „Chicago Blues with a twist“, rhythmisch flexibler, dezent und ganz natürlich im Verbund mit noch älteren Elementen. Was auch auf einen weiteren Song zutrifft, der, u.a. dank der fantastischen Harmonica, eine richtige hypnotische Sogwirkung ausübt. Country Blues pur, hauptsächlich akustisch. R´n´B mit ausnahmsweise Orgel (Song-getreu, der Sir Douglas/Doug Sahm-Klassiker She´s About A Mover). Louisiana Blues mit Folk Blues-Infusion (in einem Fall allerdings nicht ganz pur/traditionalistisch, im anderen überwiegend akustisch), deep deep Southern. Und sehr früher quasi „Proto-Chicago Blues“, faszinierend langsam. Insgesamt ein absoluter Glücksfall, diese Session! Ich hab´s nicht überprüft, aber nach meiner Erinnerung spielen hier Piano und Harmonica noch eine etwas größere Rolle als bei Volume 1, dominieren die 3 Gitarren öfters. Für beide Volumes gilt: Eine ganz große, dringende Empfehlung! (detlev von duhn)

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