Phoebe Bridgers: Lost Weekend - Hilfe
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Phoebe Bridgers - Lost Weekend

Cover von Lost Weekend
Phoebe Bridgers
Lost Weekend

Label Dead Oceans
Erstveröffentlichung 14.08.2026
Format CD
Lieferzeit 4 – 7 Werktage
Preis 13,95 € (inkl. MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Ihre dritte LP, nach 6 Jahren Pause (währenddessen betrieb sie ja, neben einigen Singles und Beteiligungen an anderer Leute Platten, das Boygenius-Projekt). Nicht nur für mich ihr bestes Album bislang, von Lob überschüttet (u.a., überschwänglich, von Taylor Swift, mit der sie auch schon im Studio war und im Vorprogramm spielte, außerdem produzierte hier Jack Antonoff mit aber nein, mit Swifts Musik hat das nichts zu tun). Schon das Songwriting ist über weite Strecken super (und variabel). Der Gesang sowieso, bisweilen fast flüsternd, sehr sanft bis sinnlich. Der Einstieg irritiert anfangs ob der starken Verfremdung ihrer Stimme (in einer sanften Ballade voller zunehmender Schönheit), aber das ändert sich. Auch Soundmanipulationen/Effekte tauchen gelegentlich auf, doch bestens platziert und (sehr!) reizvoll (zum Beispiel in einem massive Kontraste verwendendem Stück, das intim, introvertiert als Folk Pop beginnt, sanft, leise und malend, um rockig und süffig zu enden). Mit solcherlei Kontrasten arbeitet sie gerne: Ob fortlaufend während des gesamten Tracks (elektrischer Songwriter-Rock trifft akustische reduzierte Phasen, in teils eigentümlicher wie faszinierender Atmosphäre) oder eher singulär (sparsamst bis vollmundig, flirrend und „modern“ im besten Sinne, noch einmal atmosphärisch sehr stark! Oder partiell Folk, partiell „New Pop“, veredelt jeweils von feinsten Vokal-Kombinationen), respektive in Sachen Intensität (ein lange unter Spannung stehendes Stück, das Rock, Pop, Folk und Country ziemlich „neuartig“ mixt). Außerdem: Kreuzungen aus Folk Pop und Songwriter-Pop (hier zeitlos und zeitgenössisch gleichermaßen, dort sehr ruhig bis zurückhaltend, kurzzeitig etwas dräuend, 2,3x entzücken „Engels-Mini-Chöre“); ein weiterer Song in absolut faszinierender aber auch attraktiv-fremdartiger Stimmung, ein wenig spooky, ohne Rhythmus (was eh mehrfach der Fall ist, einmal agiert sie fast ohne instrumentelle Begleitung)); Americana-Tendenzen, mal leicht verfremdet, mal dezidiert reduziert; und gegen Ende zelebriert sie, recht originell, eine Piano-Ballade, schlicht und schön, um kurz emotional und soundmäßig zu explodieren. Ausgesprochen interessant und ideenreich werden bei alldem viele Arrangements ausgearbeitet, selbst in einigen der reichlichen sparsamen Phasen, samt diverser überraschender und unorthodoxer vielfältiger Effekte. Es wirken u.a. Greg Leisz (Pedal Steel), Blake Mills, Jim Keltner, Conor Oberst und ihre Kolleginnen von Boygenius mit, neben akustischen und elektrischen Saiten und Tasten sind sporadisch Banjo, Bläser, Streicher (auch Cello), Glockenspiel (?), Harmonica dabei. Ein superbes gehaltvolles und vielfältiges Werk, satte Empfehlung. (detlev von duhn)

PHOEBE BRIDGERS is a singer-songwriter from Pasadena, CA. Beloved in equal measure for her deceptively subtle voice and her meticulous, incisive lyrics, her solo records Stranger in the Alps (2017) and Punisher (2020) have been accompanied by a number of collaborations, including the supergroup boygenius, with whom Bridgers won three Grammys for 2023's the record. Her songs are hallmarked by a kind of intimacy that's hard-found in contemporary music, and scale between the macro and the micro with an ease that's matched only by her towering, prodigious way with words.



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