Michael J. Sheehy - Don't We Deserve Some Kind Of Love?
Rezension
Gothic Americana Album vom britischen Sänger und Gitarristen. Michael J. Sheehy nimmt seit fast drei Jahrzehnten Alben auf, zunächst als Gründer und Frontmann der Kultband Dream City Film Club aus der Mitte der 90er Jahre, später als Solokünstler und Frontmann der Roots-Garage-Rock-Band Miraculous Mule. Er tourte mit Größen wie Kristin Hersh, Tindersticks, John Cale und Peter Murphy, während seine Songs in Filmen wie „Intimacy“ und der TV-Serie „Deadwood“ verwendet wurden. Nach einer sechsjährigen Pause hat Sheehy gerade „Don’t We Deserve Some Kind of Love?“ veröffentlicht, sein siebtes Soloalbum. Auf „Don’t We Deserve Some Kind of Love?“ sind Fiona Brice (Violine), Sandy Mill (Backing Vocals), Ian Burns (Schlagzeug) und Patrick McCarthy (Gitarre) zu hören. Das Album wurde über einen Zeitraum von fünf Jahren zu Hause aufgenommen, während Sheehy als Hausmann tätig war und abends in einer Bar in Camden, im Norden Londons, arbeitete.
Unser Rezensent daz:
Ein fast pures Balladen-Album, höchstens für den schwebenden bis höchst atmosphärischen Opener (ghostly bis Gothic Folk oder so) passt die Klassifizierung nicht ganz. Mal recht Roots-geleitet mit annäherndem Crooning (ein Mix aus alten Zeiten und neueren Nick Cave-Balladen samt tollem düsteren Piano-Part), mal eher Dark Folk in ziemlich erhaben und fast feierlich phasenweise, mal elegisch-einfühlsam mit mehr Pop-Anteil, oder wehmütig und irgendwie „einfach“, zart, romantisch, hier eine leichte Tendenz zu Leonard Cohen, dort dunkel und mit einem einfach großartigen Flair (melancholisch bis beinahe fatalistisch gefärbt, die Vocals nicht weniger als kongenial). Einmal ausschließlich von Tasten begleitet (Piano, Orgel, Synth) mit einer Art Mischung aus Cave und Scott Walker in absolut zeitlos, schließlich völlig düsterer Gothic Folk (während die Begleitung ein größeres Eigenleben als sonst entfaltet, fast ohne Rhythmik, auch hier dachte ich an die mittlere Phase von Scott Walker) sowie ein Rückgriff auf die 50er und 60er (ohne so zu klingen), ganz nackt, nicht ohne einen Hauch Elvis. Geigerin Fiona Brice ist übrigens immer noch dabei, und überwiegend kommen die Songs ohne Drums aus. Gefällt mir ausgesprochen gut! (detlev von duhn)
Angaben zur Produktsicherheit
Herstellerinformationen
Dimple Disc / Shelback Ltd.
UK
Verantwortlich:
375 Media GmbH
Schlachthofstraße 36a
21079 Hamburg
Germany
375media.com
Tracklisting
| 1. Like Blood on Snow< |
| >2. Full Moon, Empty Belly< |
| >3. Don't Put Yourself Beyond The Reach Of Love< |
| >4. You Better Take Everything< |
| >5. Pure Deep Water< |
| >6. Only Drinking In My Dreams< |
| >7. If I Had Known It Was The Last Time< |
| >8. The Left Hand Don't Need To Know< |
| >9. Don't We Deserve Some Kind Of Love?< |
| >10. Tiny Blessings |
noch mehr von Michael J. Sheehy