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GLITTERHOUSE

Mark Lanegan: Field Songs - Hilfe
hilfe

Mark Lanegan - Field Songs

Cover von Field Songs
Mark Lanegan
Field Songs

Label Sub Pop
Erstveröffentlichung 25.08.2017
Format LP+DLC
Lieferzeit 4 – 7 Werktage
Preis 17,95 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

2017er Sub Pop-Vinyl-Reissue.

Dass Mark Lanegan schon seit The Winding Sheet zu meinen absoluten Lieblingskünstlern gehört, das ist alten Glitterhouse Kunden sicher nicht verborgen geblieben. Im Prinzip verbindet er das, was ich an Songwritern wie Drake, Buckley, Rose, Hardin und Van Zandt immer so geliebt habe. In einer Person. Im Hier und Jetzt. Und da die alten Helden nicht mehr leben oder inaktiv sind, ist Lanegan heute noch wichtiger.

Das Vorgängeralbum I´ll Take Care Of You war eine brilliante Verneigung vor diesen Traditionen und Inspirationen, für Field Songs griff er schließlich wieder selber zur Feder. Das Album ist thematisch und musikalisch nicht ganz weit weg von seinen Frühwerken, depressive Songs, die sich mit dem Unbill des Lebens unter Mithilfe einer Flasche Whiskey auseinandersetzen (...got so sad today...), wie gehabt weitestgehend instrumentiert von seinem Weggefährten Mike Johnson (und von Soundgarden´s Ben Sheppard). Aber warum sollte man auch eine Rezeptur ändern, wenn sie gut ist?

Die 12 Lieder auf Field Songs sind sicher in der Gesamtheit die beste der vier Lanegan´schen Songkollektionen, schon beim ersten Song (One Way Street) stellt sich dieses wohlige Gefühl ein, das den Hörer erst nach 42:27 Minuten wieder verlässt.

Akustikgitarren, stellenweise Piano und ein zurückhaltendes Bass/Drums-Fundament dominieren die Songs, wie zum Beispiel das `96 mit Jeffrey Lee Pierce geschriebene Kimiko´s Dream House, dem vielleicht besten Song des Albums. Geschickt eingesetzte Extras tragen zum Hörgenuß noch bei, wie die rückwärtslaufende/ Feedback-Gitarre bei "One Way Street", Keyboard-Streicher/Frauenchöre bei rockigen No Easy Action oder ganz, ganz vorsichtig eingesetzte Elektronika (die man eigentlich nicht als solche erkennen kann). Oder die Orgel auf dem wundervollen Pill Hill Serenade.

Und dann ist da diese Stimme, die ich schon seit mehr als zehn Jahren adäquat zu beschreiben versuche. Man hört ihr an, das ihr Besitzer 10-15 harte Jahre hatte, aber diese Exzesse haben dem Ausdruck wahrscheinlich eher gut getan. Honig und Sandpapier, Wärme und viele filterlose Zigaretten, zerstörerisch, tief empfunden und unglaublich sexy. Lanegan hat den Blues und er singt ihn besser, als jeder andere zur Zeit.

Album des Jahres, keine Frage.

„Solo wirft Lanegan traditionsgemäß allen Soundballast über Bord, konzentriert sich auf ein abgespecktes, großteils akustisches Singer/Songwriter-Korsett und lässt der gequälten Seele mit seinem mächtigen Bariton freien Lauf. ... Nur die ganz großen Songpoeten wie Buckley, Hardin oder Drake erreichten diese Intensität.“ (WOM Journal)>

„Elegisch wie ein Rilke-Gedicht, schauerlich wie die Überfahrt in Dantes Barke, majestätisch wie der letzte Sonnenuntergang der Welt, so tönen Lanegan´s Klangsphären.“ (Musikexpress. 5 Sterne)>

Review

“Mark Laneganþs voice is a blues instrument. It doesnþt matter if heþs alone with an acoustic guitar or searing through a scrim of feedback in the Screaming Trees, what you feel from his whiskey-and-smokes croon is the blues. So when heþs intoning miseries in your ear with his solo work, the effect is devastating, compelling, and sexy. As with Laneganþs previous discs, Mike Johnson (ex-Dinosaur Jr.) supplies most of the music on Field Songs, this time with a little help from the last of Soundgardenþs bass players, Ben Sheppard. Acoustic guitar anchors the simple and pretty sound, with strings, organ and piano pushing things alon

Tracklisting
occasional electronics whoosh in to emphasize the stillness. Lanegan prefers to keep the emotions bare, too, avoiding noirish clichés by focusing on rootless yearnings, resignations and regrets common to both sides of the tracks -heartbreak as a universal truth. A highlight is ûûKimikoþs Dream House,ûû written with the late Jeffery Lee Pierce of Gun Club fame. Lanegan brings an Iþve-been-there sensitivity to the song, wringing drama out of its gentle conversational tone. Lanegan isnþt a mope, just bluesy in that elemental sense. And through it all, thereþs that voice, its tone like fine-grit sandpaper, making sure that bleak is beautiful.” (CMJ)
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