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Ariel Sharratt & Mathias Kom: Never Work - Hilfe
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Ariel Sharratt & Mathias Kom - Never Work

Cover von Never Work
Ariel Sharratt & Mathias Kom
Never Work

Label BB*Island
Erstveröffentlichung 01.05.2020
Format CD
Lieferzeit 4 – 7 Werktage
Preis 13,95 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Was hier so unaufgeregt und auf den ersten Blick schlichtschön handgemacht daherkommt, ist das grandiose Glanzwerk des kongenialen zweiköpfigen Burning Hell-Konzentrats, das sich mit seinem Duett-Zweitwerk anschickt, die klassische New York-Folk-Schule mit dem federleichten Independent-Pop der 80er Jahre, Heim-Hymnen mit edler Holzbläser-Eleganz, geradlinige Garage-Folk-Kante mit feinsinnigem Humor und intelligentem Charme zu vereinen. Zum Teil mit reinen Akustik-Darbietungen von Gitarre und Stimme aufs äußerst Nötige reduziert, mal in kunstvoll filigraner Folk-Ensemble-Besetzung, mal um sympathisch-nostalgische Casio-Elektronik erweitert, mal schillernd-farbenfroh verspielt, dabei aber nie Gefahr laufend, zu konventionell zu klingen, leben diese zehn Paradebeispiele einer zeitlosgelösten, rauh-zarten Singer-Songwriterkunst ganz von den sich beherzt bereichernden Stimmen der beiden sympathischen Protagonisten, naturnah eingängigen Melodien und nicht zuletzt von wohlgesetzten Texten, die in köstlicher Unaufdringlichkeit Hirn und Herz gleichermaßen erfreuen, und nahezu durchgängig das Lächeln der beiden Akteure durch die Zeilen schimmern lassen Zwischen samt-sanften Klarinettenspiel und klaren Klavierakkorden, schlichten Akustik-Akkorden und kunstvoll dargereichten Tex Mex-Gitarreneskapaden, E Piano- und Einfach-Elektronik-Gastspielen, schummriger Orgel und naiv-natürlichen Ukulele-Unbeschwertheiten entsteht ein sich erst beim Zweit- und Dritt-Hören voll entfaltendes Fein-Folk-Kaleidoskop, das bei aller Spiel- und Sangesfertigkeit stets den Charme der herrlichen Handarbeit verströmt, gleichermaßen die Verwandtschaften zu Mimi & Richard und Farina und den Moldy Peaches spüren lässt, mitunter klingt, als habe man Zooey Dechanel John Grant als „Him“ zur Seite gestellt, sogar Calexico- und Los Lobos-Vergleiche verdient und vom ersten Satz über den Aufruf zur Alexa-Revolution bis hin zu den launigen Worten zum Ausklang nicht nur köstlich unterhält, sondern auch als reifes Liedwerk lange nachhallt. Ein zunächst karg scheinendes, dafür umso länger und reicher wirkendes Folk-Kunststück. (cpa)

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