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Östro 430: Keine Krise kann mich schocken (Die kompletten Studioaufnahmen 1981-1983) - Hilfe
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Östro 430 - Keine Krise kann mich schocken (Die kompletten Studioaufnahmen 1981-1983)

Cover von Keine Krise kann mich schocken (Die kompletten Studioaufnahmen 1981-1983)
Östro 430
Keine Krise kann mich schocken (Die kompletten Studioaufnahmen 1981-1983)

Label Bureau B
Erstveröffentlichung 08.05.2020
Format CD
Lieferzeit 4 – 7 Werktage
Preis 14,95 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Visionärer Titel für diese komplette Werkschau der legendären Punk-Frauen aus Düsseldorf. Tapete Records packt sämtliche 24 überlieferte Aufnahmen aus den frühen 80ern auf einer CD und zwei Vinylen zusammen. Martina Weith, Bettina Flörchinger, Marita Welling und Monika Kellermann fanden sich Ende 1979 als Östro 430 zusammen, landeten schnell im Vorprogramm der Mit-Düsseldorfer Underground-Helden Fehlfarben und nahmen je eine EP, Single und 1983 schließlich das einzige Album „Weiber wie wir“ für Schallmauer Records auf 1984 löste man sich auf. Das Besondere am Sound: man hatte keine Gitarre, dafür aber einen dominanten Bass und präsente Keyboards, teilweise auch ein etwas aufdringliches Sax. Vielleicht kann man es schon an dieser Instrumentierung erkennen: Östro 430 operierten in der Grauzone zwischen Punk und NDW. Machomäßige Härte ging ihnen weitgehend ab, stattdessen pflegte man einen (aus heutiger Sicht) poppigen New Wave-Sound ganz ohne derbe Gitarrenriffs. Der Gesang erinnert an Ideal, auch sonst gibt es gewisse Parallelen. Ihren Musikstil charakterisierte die Band selbst als „einfach, aber grob“ (Wiki). Ich höre recht bodenständige, technisch sauber gespielte Popnummern mit waviger Zickigkeit ganz und gar zeittypisch. Die Texte sind alltagnah (pro Sex, contra Spießigkeit) bis ironisch („Weiber wie wir, Randale und Bier!“). Eher uncool ist das „In The Mood“-Cover, auch kleine Rock'n'Roll-Referenzen funktionieren nicht so gut. Ansonsten klingen die Songs aber frisch und unverbraucht, dank des smoothen E-Pianos fühlt sich manches wie ein früher Gegenentwurf zu den Hamburger Sternen an. Die NDW-Nähe macht Spaß, wann sonst hätte man schon eine Hymne an die TV-Serie „Dallas“ so authentisch präsentieren können? Übrigens treten die beiden Gründerinnen Martina Weith und Bettina Flörchinger heute wieder gemeinsam auf. (Joe Whirlypop)

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