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39 Clocks - Next Dimension Transfer (Bonus Edition)

Cover von Next Dimension Transfer (Bonus Edition)
39 Clocks
Next Dimension Transfer (Bonus Edition)

Label Tapete
Erstveröffentlichung 22.03.2019
Format 5-CD
Lieferzeit 4 – 7 Werktage
Preis 69,95 € (inkl. MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Editorische Heldentat: Endlich gibt es die umfassende Werkschau einer der wichtigsten deutschen Bands der 80er. Tapete Records bringt dieses Schmuckstück mit je fünf CDs oder Vinylen auf den Markt überfällig, so kurz vorm endgültigen Vergessenwerden. Damals (erste 7-Inch-VÖ 1980) waren die 39 Clocks zwar nicht kommerziell erfolgreich, aber dennoch wichtig und zweifellos einflussreich: In deutlicher Velvet Underground- und US-Garagenpunk-Tradition entstand seinerzeit eine vitale westdeutsche Szene an Neo-Psychedelic-Bands, schwarzgewandet und immer mit den notorischen Sonnenbrillen ausgestattet. Die Hannoveraner Jürgen Gleue und Christian Henjes kamen vom Punk und waren alles andere als technische Virtuosen, weshalb ihre Gitarren und Orgeln tatsächlich an Velvet Underground erinnerten. Oft spielten sie mit schlichter Beatbox, teils aber auch mit wechselnden Drummern. Das ging bis 1983 gut, man nahm zwei Studioalben auf, dann trennte man sich um es 1987 mit einer kurzen Reunion zu versuchen. Was in dieser überschaubaren kreativen Hochzeit aufgenommen wurde, findet sich nun in diesem Boxset. Es besteht aus den klassischen Alben „Pain It Dark“ (1981), "Subnarcotic“ (1982), zwei Zusammenstellungen von Outtakes, Resten und Raritäten (eine davon exklusiv für dieses Boxset umbenannt, neu kompiliert und aktualisiert von Gleue und Heinjes), sowie einer noch nie zuvor veröffentlichte Live-LP aus dem Jahr 1981 (in allerdings recht rohem Sound). Außerdem enthalten: ein 28-seitiges Booklet (Vinyl) mit nie zuvor gesehenen Fotos (CD: 44 Seiten). Heute wiedergehört gefällt mir vor allem der coole, etwas unbeholfene und modulationsarme Gesang mit dem deutschen Akzent, aber auch die unrockistische Gitarrenarbeit hat einen zeitlosen DIY-Charme. Teils fast spacerockig, manchmal auch kontrolliert avantgardistisch (mit Sax). Prädikat: Psycho-Beat mit Attitude, eine intensive Zeitreise in die Aufbruchsjahre der frühen 80er. (Joe Whirlypop)

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