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Jon Hassell / Farafina: Flash Of The Spirit - Hilfe
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Jon Hassell / Farafina - Flash Of The Spirit

Cover von Flash Of The Spirit
Jon Hassell / Farafina
Flash Of The Spirit

Label Glitterbeat
Erstveröffentlichung 07.02.2020
Format 2-LP (+CD)
Lieferzeit 4 – 7 Werktage
Preis 23,75 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

20er remastered Reissue der 88er LP. Produziert von Daniel Lanois und Eno (der hatte vielleicht auch die ruhigeren Sachen seines My Life In The Bush… mit David Byrne im Kopf?). Farafina ist eine langlebige Percussion/Vocal-Truppe aus Burkina Faso, von dort stammen auch die Rhythmen, erzeugt von vielfältiger/bunter Percussion (z.T. inkl. Balafon), ab und zu verwenden sie zudem Flöte, 2x Vocals. Hassell spielt (modifizierte/mal mehr mal wenig(er) elektronisch verfremdete) Trompete und Synthies, die recht gern ineinanderfließen, die Klangfärbung erinnert mich sporadisch gar an Weather Reports Mysterious Traveller. Das Ergebnis ist einerseits so etwas wie elektronisch-archaisches Afrika mit zweitweise Ambient-artigen Texturen, mal polyrhythmisch groovend und immer mehr intensiviert/beschleunigt mitsamt punktuellem repetitivem Chor, mal an- und abschwellend in teils flächig teils filigran in abenteuerlicher/Avantgarde-beeinflußter Form, mal die Vocals deutlich bestimmender (wiederum repetitiv sowie Call/Response-Einlagen) im meditativ-hypnotischen Modus (irgendwie richtig eingängig, ein Highlight!). Andere Stücke basieren auf einem besonders dichten brodelnden wie fließenden Geflecht der Rhythmik und Hassels Spiel („Afro-Jungle“), verstärkte Elektronik- und z.T. Jazz-Farben; das Ganze auch in reduzierter Weise. Hinzu kommen 2 ziemlich aufregende/spannende Tracks mit massiverem Jazz-Einfluß (auch etwas freierem partiell) durch Trompete und z.T. Piano, 1 weiterer wirkt leicht spacy, ein dunkles Pochen und dezentes Drama (kaum Afrika), und 2x funktioniert die Fusion von Afrika und dem Westen nicht richtig, die Elemente stehen eher für sich (wobei mich das in einem Fall eigentlich nicht stört, dank erregenden experimentelleren Phasen mit sehr offensiven Synthies, „stoßweise“ wie flächig, harmonisch irrlichternd, die (Poly) Rhythmen darunter sind effektiv). Für damals eh innovative/ungewöhnliche Musik, die aber auch heute noch oft einigen Reiz ausstrahlt! (dvd)

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