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Dirtmusic: Lion City (180g) - Hilfe
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Dirtmusic - Lion City (180g)

Cover von Lion City (180g)
Dirtmusic
Lion City (180g)

Label Glitterbeat
Erstveröffentlichung 28.03.2014
Format LP (+CD)
Lieferzeit 4 – 7 Werktage
Preis 17,75 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Das neue Dirtmusic-Album Lion City entstand aus denselben Sessions wie Troubles, bietet aber ein entschieden anderes Umfeld und Atmosphäre. Während die Ben Zabo Band noch immer im Zentrum steht, sind die Strukturen diesmal undurchsichtiger und die Tempi langsamer. Handgespieltes und Elektronisches greifen ineinander und entfalten sich unvorhersehbar. Es gibt weniger Gitarren und mehr ineinanderfließende Sounds. Die greifbare Frustration und Angst des Vorgängeralbums ist etwas Hermetischerem und Nachdenklicherem gewichen. Das Echo im Raum zwischen den Noten wird mehr betont, und infolgedessen auch die Stimmen und die Texte. Samba Touré liefert Vocals und Texte für Red Dust, ein Song, der die besinnliche Stimmung des Albums zum Ausdruck bringt. Über einem brodelnden Dub-Scape singt er: "Wie können wir versöhnen und vergeben? Wie können wir denen Frieden bringen, die uns hassen? Doch wir haben keine Wahl, Wir müssen aufhören zu kämpfen." Während Samba Touré, Ben Zabo + Band und Aminata Wassidjé Traoré bereits auf "Troubles" zu hören waren, bietet "Lion City" auch ein inspiriertes Team neuer Musiker:

+ Die Tamikrest-Mitglieder Ousmane Ag Mossa (Gitarre), Cheikhe Ag Tiglia (Bass) & Aghaly Ag Mohamedine (Percussion) sind auf dem bluesigen und meditativen "Movin„ Careful" zu hören. Dies ist das erste Mal, dass die beiden Gruppen seit Dirtmusics “BKO“-Album von 2010 zusammengearbeitet haben.

+ Die Takamba-Kultband Super 11 aus Nord-Mali tauscht dornige Trance-Sounds mit Hugo und Chris auf dem Album-Opener "Stars Of Gao“ aus.

+ MC Jazz, ein aufstrebender Hip Hop-Künstler aus Bamako, trägt eine feurige Beschwörung zum meist instrumentalen "Day The Grid Went Down” bei.

+ Ibrahima Douf, eine junge Sängerin aus dem Senegal, liefert einen atemberaubenden Gesangsbeitrag zum Abschlusssong "September 12". Das Lied ist eine Ode an ihre Großmutter.

Das 21. Jahrhundert behauptet grenzenlos zu sein. Eine Welt der Hyperkommunikation und Instant-Nostalgie, die sowohl gefeiert als auch gefürchtet wird. Auf “Lion City” blieben Dirtmusic frei von solchen Theorien und spielten einfach ihre Musik. Die kollektive Freude, die sie dabei fanden, ist das, was am meisten zählt.

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