Xavier Rudd: Jun Juc Moon - Hilfe
hilfe

Xavier Rudd - Jun Juc Moon

Cover von Jun Juc Moon
Xavier Rudd
Jun Juc Moon

Label Virgin
Erstveröffentlichung 25.03.2022
Format CD
Lieferzeit 4 – 7 Werktage
Preis 18,95 € (inkl. MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

limited edition im digisleeve

Langes 22er Album des australischen Singer-Songwriters. Ich liebe seine Stimme, die, immer sofort wiedererkennbar, eine gewisse Wehmut, Sehnsucht und viel Charakter ausstrahlt, die Seele berührt wunderschön. Einige großartige Vorgänger haben einen Ehrenplatz in meiner Sammlung. Hier verändert er graduell die Schwerpunkte, stilistisch, in der Stimmungslage (mehr Melancholie als sonst), nicht aber im Inhalt der Texte (sozial-politisch, Natur- und Umwelt-Botschaften); seit jeher ist er (nicht nur australischen) indigenen Völkern/Natives zugetan. Auf der einen Seite stehen wieder die divers Reggae-orientierten (nie puristischen) Songs, doch es sind diesmal nur 4: Samtweicher friedvoller hochatmosphärischer elektronisch-spacig angehauchter Reggae in weiten Räumen, leicht spirituell. Das Ganze in Richtung eines Folk-Reggae-Amalgams verschoben, in ähnlicher Stimmung, der Sound von Akustik-Gitarren mitgeprägt. „Electro-Space-Reggae“, erdiger/bodenständiger/kräftiger und satt groovend (inklusive organisch integriertem Rap-Feature von J-Milla). Und sowas wie eine Reggae-Americana-Verschmelzung. Bei der klaren Mehrzahl der Stücke indes übernimmt die Akustikgitarre die (instrumentale) Führung, ob ziemlich abgespeckt-folkig (u.a. mit Harmonica-Unterstützung), mit einer gewissen Folk-Soul-Tendenz, wobei punktuell (in einem Track ganz wunderbar und ausgiebiger, ja dominierend phasenweise) eine (Wah-Wah-)E-Gitarre ergänzt (noch friedlicher, sehr poetisch bis beinahe meditativ), oder Folk-Rock/Pop-angelehnt inklusive zarten Synthie-, Piano- und Didgeridoo-Einlagen (Letztere taucht eh mehrfach auf). Auch eine traditionell-folkige Nummer und sachter pochender ganz ruhiger Roots-Rock (Australicana) mit Slide-Einsatz gehören dazu, sowie für kurze Zeit reizvolle indigene Chöre im Hintergrund. Ein überraschender Ausreißer klingt erheblich zeitgenössischer, „Electro-Groove-Modern R´n´B-Rock“ oder so ähnlich. Die rhythmische Komponente wird übrigens auch in einigen der (teil-) akustischen Stücke stärker betont als bei dieser Art Musik üblich. Und trotz der vielen (leisen) Synthies in diversen Tracks ist selbst dann seine Naturverbundenheit stets spürbar. Wieder ein sehr schönes empfehlenswertes Werk! (detlev von duhn)

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