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SOUL JAZZ

Grant Lee Phillips: Widdershins - Hilfe
hilfe

Grant Lee Phillips - Widdershins

Cover von Widdershins
Grant Lee Phillips
Widdershins

Label Yep Roc
Erstveröffentlichung 23.02.2018
Format CD
Lieferzeit 1 – 3 Werktage
Preis 14,95 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Was hier so vollharmonisch gleißend in der Heartland Highway-Mitte zwischen Heartbreakers und Wilburys beginnt, entpuppt sich als lückenlose Roots Rock-Pop-Perlenkette von unwiderstehlichem Wiedererkennungswert. Dabei turnt der fehlerfreie Ohrwurmlieferant und zudem großartige Crooner aufs beweglichste durch den meisterlich beherrschten Stil-Reichtum aus allerlei Gitarren-getragenen und getriebenen Spielarten der Americana-basierten Song-Kunst, betört mit schlicht gehaltenen Folk-Weisen von unwiderstehlicher natürlicher Melodik, bewegt mit kraftvoll-kernigen Country-Rockern und überrollt mit Riff-rüden Energie-Salven von Clash-kreativer Punk-Kraft, dabei stets in harmonieseligen Vokal-Arrangements badend, die ganz nebenbei von den er- und gelebten Jahrzehnten der Sänger- & Songwriter-Erfahrung künden. Größtenteils live im Studio in der Begleitung von Jerry Roe (verspielt druckvolles Schlagwerk) und Lex Price (beweglicher Bass) eingespielt, produziert von Phillips selbst und final abgemischt von Tucker Martine leben die 13 Songs (auch wenn auf meinem Tracklisting nur ein Dutzend stattfindet) gerade auch von der unbändigen, ursprünglichen Kraft des schillernd-strahlenden, gemeinschaftlichen Live-Spielens, und atmen in allen meisterlich beherrschten Gang- & Stil-Arten eine ungemein ansteckende Energie. Und während der Meister sich immer wieder bewunderungswürdig um lästige Tonhöhen herumcroont, dabei versöhnlich-ohrenbetörend die goldene Mitte zwischen schmeichlerischem Ferry-Vibrato und viriler Hutchence-Attitüde, zwischen dem jungen David Bowie und dem reifen Eddie Vedder aufs herzergreifendste schafft und trifft, rankt sich um ihn herum ein ebenso meisterliches, von allen griffigen Gitarrenspielarten geprägtes Klanggerüst, das ebenso lebendig wie altersweise Ohrwurm an Ohrwurm reiht und selbst bei dem kurz-knapp akustischen Folk-Kleinod Russian Doll bereits beim zweiten Hören das selige Mitsummen erzwingt. 13 organisch-ohrgängige Songs, die Clash-Energie-beschleunigt direkt vom verschollen geglaubten Volume 2 der Traveling Wilburys stammen könnten. Eine Lehr-Schulstunde (knapp 45 Minuten) der ganz hohen Americana-Singer-Song-Rocker-Schule. (cpa)

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