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Tindersticks: Ypres - Hilfe
hilfe

Tindersticks - Ypres

Cover von Ypres
Tindersticks
Ypres

Label Lucky Dog
Erstveröffentlichung 17.10.2014
Format LP (+Downl
Lieferzeit 1 – 8 Werktage
Preis 37,95 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

In Ypres, Belgien, gibt es das In Flanders Field Museum, das dem Schrecken des 1. Weltkriegs gewidmet ist. Die Stadt war schwer umkämpft und 1915 setzten die deutschen Truppen dort erstmals Chlor- und Senfgas ein. 2012 bat man die Tindersticks um die klangliche Untermalung, die das kurzfristig umsetzten und fortan den Besucher als 3-teilige, orchestrale Klanginstallation durch die Räume begleitet. Zwei Tage wanderte Stuart Staples mit dem Kurator des Museums über die Schlachtfelder und Friedhöfe, um Inspirationen einzufangen. Besonders der Friedhof von Vladslo hat ihn tief berührt. Die gefallenen deutschen Soldaten wurden einst auf einem Feld begraben, dessen Pacht irgendwann ablief. Also grub man sie 1950 wieder aus und in Vladslo wieder ein. "It is music for strings, horns, drums, crystal baschet, piano and electric guitar. It works in a series of interlocking loops creating relationships that define each of the spaces.“ (Stuart Staples) Eingespielt mit einem Orchester in einer Kirche in Crouch End/London und danach bearbeitet, ist Ypres eine extrem düstere Angelegenheit, fast minimalistisch und geprägt von bedrohlich über bedrückend bis verstörenden Stimmungen. Staples und sein Mitstreiter Dan McKinna schaffen es tatsächlich, den Hörer in die Schützengräben zu schicken. An einem nasskalten, nebligen Morgen in Belgien, mit all den Entbehrungen, der höllischen Angst, dem omnipräsenten Tod und dem Irrsinn des Krieges. (rh)

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