Bob Marley & The Wailers: The Capitol Sessions 73 - Hilfe
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Bob Marley & The Wailers - The Capitol Sessions 73

Cover von The Capitol Sessions 73
Bob Marley & The Wailers
The Capitol Sessions 73

Label Mercury
Erstveröffentlichung 01.10.2021
Format CD
Lieferzeit 4 – 7 Werktage
Preis 17,95 € (inkl. MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

21er Release. Ein großartiger! Erstaunlich, daß immer noch solch tolles unveröffentlichtes Material von ihm ausgegraben werden kann. Wobei das hier fast alles schlägt! Ein Quasi-Live-Konzert vom Oktober 1973 in Hollywood, fast ohne Publikum in einer erzwungenen Arbeitspause (sie wurden mitten aus einer laufenden Tournee als Vorband von Sly & The Family Stone wieder „ausgeladen“, weil sie dem Hauptact die Show stahlen) professionell aufgenommen (der Sound ist absolut okay), noch dazu liefen 4 Kameras mit. 12 Songs in 60 Minuten, auf DVD (konnte ich noch nicht sehen) sogar 88 (plus 2 Bonustracks, diverse Stücke wurden wohl noch länger ausgespielt als eh schon auf Vinyl/CD verewigt). Classic Reggae in der relativ frühen Form, unverwässert und „trockener“ als später vielfach üblich. Das wundervolle leicht spirituelle Rastaman Chant, 7 Minuten lang, enthält gar noch Nyabinghi-Spurenelemente. Bunny Livingston/Wailer war kurz zuvor gegangen, ihn ersetzte hier sehr kompetent Sänger/Percussionist Joe Higgs, Peter Tosh war noch dabei (und glänzt nicht nur vokalistisch sondern auch an der Gitarre), die Stücke stammen mit einer Ausnahme (das recht seltene You Can´t Blame The Youth) aus den gerade herausgekommenen Alben Burnin´ und Catch A Fire. Darunter die Klassiker Duppy Conqueror, Burnin´ And Lootin´, No More Trouble (alle exzellent!), Kinky Reggae, Stir It Up und Get Up Stand Up (alle noch besser!!), meist in 5-7-minütigen Fassungen. Auch Slave Driver und Put It On gefallen mir sehr. Absolut bestechend ist die absolut unbeschwerte, lockere, vitale, spontane, vitale und bewegliche Spielweise hier, sowie das ebensolche streckenweise beinahe quirlig zu nennende Zusammenwirken der diversen Sänger. Orgel und E-Piano wechseln sich ab (ein paar Mal samt schöner dezent jazziger Läufe), ab und zu mal ein Gitarrensolo, Extra-Percussion spendiert weitere Attraktivität. So weit ich weiß, ist das ihr erster gefilmter Auftritt, musikalisch gehört er zu den allerbesten, die ich von ihnen kenne, übertrifft z.B. auch das einen Monat später gespielte Konzert auf der Deluxe-Edition von Burnin´ (Live At Leeds; wo zudem u.a. das gloriose Rastaman Chant fehlt) oder die inoffiziellen CDs der Zeit, „Live ´73“ (Boston) bzw. „Live At The Record Plant ´73“ (die sich nebenbei merklich bei der Playlist unterscheiden). Eine große Empfehlung! (detlev von duhn)

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