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. Aus London, nach einer Reihe ziemlich aufsehenerregender Singles (von denen ein paar hier dabei sind) die Debut-LP. 2 Frauen an E-Gitarre und Bratsche bzw. Cello (die Streicher sind gar teils doppelt besetzt), ein Drummer, that´s it. So eigen wie die Besetzung klingt oft auch die Musik, vor allem, wenn man konzentriert hinhört. Die Stimme erzählt, flüstert, barmt, bricht dezent aber sehr emotional aus, ist auf verschiedene Weise relativ unberechenbar (aber nie extrem!). Stilistisch wechseln sie zwischen intensiv-dichtem Gitarren-Indie Rock auf verblüffend individuelle Weise; so etwas wie „Art Wave“ (anders als die anderen) in intelligent-federnd (ohne Gitarre); quasi einem Mittelding daraus plus Folk-Rock-Spuren im Fluss (die Gitarren recht „weich“ eingestellt, harmonisch unorthodox); einem dunklen atmosphärisch enorm starken Stück in ständiger punktierender Bewegung samt variabler Drums (mit viel Luft arrangiert, open-minded-Indie Folk auf dem Weg in unbekannte Sphären?); Indie-Songwriter-Rock mit wahlweise rotierendem Gitarren-Motiv, das immer wieder auftaucht und ankert, sich teilweise mit den Streichern verbindet, die lyrischen Vocals als Kontrast, oder halbwegs entspannt und straight/konstant pochend, ebenfalls nicht ohne poetische Note; Letzteres gibt´s auch relativ ähnlich in weniger straight, reizvoll fließend, unterbrochen von ruhigen Breaks, wunderbar; Crash Landing heißt der längste und für mich einer der beiden herausragenden Songs des Albums, ein Harmonium beginnt, solo den Gesang begleitend, ehe Drums und eine sehr schöne melodische Gitarre einsteigen, das Stück entwickelt eine Sogwirkung, mit sehr viel Atmosphäre. Schließlich noch: Ene lese folkige sanfte auf Akustikgitarre reduzierte Ballade; eine kontrastreich pendelnde Nummer zwischen zart/berührend und vollmundig im Gitarren-Streicher-Meer badend; und das Highlight schlechthin: Von altem Folk beeinflusst, melodisch klasse, von kleiner Streichergruppe kongenial und packend begleitet, fast stoisch aber ungemein effektiv von Percussion unterlegt Post Rock-Spuren? Großartig! Interessant auch die Vorbilder, die die Sängerin benennt: Adrienne Lenker, Leonard Cohen, Joanna Newsom. Dicke Empfehlung! (detlev von duhn)
Herstellerinformationen
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's-Gravelandseweg 80
1217 EW Hilversum
Netherlands
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