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Jenny Lewis: On The Line - Hilfe
hilfe

Jenny Lewis - On The Line

Cover von On The Line
Jenny Lewis
On The Line

Label Warner Brothers
Erstveröffentlichung 22.03.2019
Format CD
Lieferzeit 4 – 7 Werktage
Preis 17,95 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Wieder so ein Fall von nahezu unbemerkt aus den Ohren verloren - zum Glück aber meldet sich die frühere Rilo Kiley-Stimme mit ihrem 2019er Studioalbum derart deutlich, beherzt und gekonnt zurück, dass sich all die guten Erinnerungen auf einen Schlag wieder einfinden (auch wenn ich befürchte, dass der Kreis der eingeschworenen Rilo Kiley-Jünger inzwischen ein recht übersichtlicher ist). Mit Wucht, Verve und jeder Menge vehementem Wohlklang treffen die 11 Ohrwürmer auf den hoffnungsfrohen Hörsinn, und es sind nicht nur die wundervoll eingängigen Melodien, von klarer, beweglicher, vor allem wandlungsfähiger Stimme mitten in die sehnende Seele gesungen, die derart ungebremst, fast schlagartig auf die der langen Dürre wegen kaum vorbereiteten Sinne trifft, es ist auch die instrumentale-ideenreiche, saftig-deftig produzierte, prächtig besetzte Klang-Kulisse zwischen Singer-Songwriter-Pop, Alternative-Country und Roots Rock, die vom ersten Moment an Hirn und Herz erreichen, ergreifen, erobern. Getragen und getrieben von sattem, gern prominent polterndem Schlagwerk, umgarnt von allerlei Klavier-Feinheiten, packenden Gitarren-Riffs und gezielt-gekonnt gesetzten Streicher-Einsätzen, von mitunter überraschenden Gast-Glanzlichtern auf mörderisch schneidender Orgel, E-Piano, Blechgebläse und rauh-verzerrter Crazy Horse-Saiten-Attacke belebt, wandelt das vokale Wunder zwischen Fleetwood Mac-Verwandtschaften, betörender Karen Carpenter-Wirkung und sogar Kate Bush-Jubilieren und schafft sich dabei ihre ganz eigene Wohlklangwelt zwischen Americana, West Coast, Heartland- und Yacht Rock, Funk Grooves, Power-Pop, himmlischen Beatles-Harmonien und beherzter Balladenkunst und schenkt uns dabei elf Instant-Ohrwürmer zwischen John Lennon-Labsalen, Spector-Bombast, deftiger Lenny Kravitz-Leidenschaft und Fleetwood Mac-Höhenflügen der reifen Rumours-Jahre. Aufgenommen im Capitol Records Studio B wirkt das Werk nicht zuletzt auch durch die illustre Musikerschar: Große Namen wie Beck, Benmont Tench, Ryan Adams, Don Was, Jim Keltner und Ringo Starr lassen ihr legendäres Licht leuchten, um Jenny strahlen zu lassen wie nie zuvor. (cpa)

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