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Van Der Graaf Generator - H To He Who Am The Only One (remastered)

Cover von H To He Who Am The Only One (remastered)
Van Der Graaf Generator
H To He Who Am The Only One (remastered)

Label Virgin
Erstveröffentlichung 03.09.2021
Format 2-CD+DVD-Audio
Lieferzeit 4 – 7 Werktage
Preis 24,95 € (inkl. MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Eine 3-Disc-Edition des klassischen Albums von Van der Graaf Generator. Neu gemastert von den Original-Masterbändern der ersten Generation mit einem neuen Stereomix und einem 5.1 Surround-Sound-Mix von Stephen W Tayler sowie zusätzlichen Bonustracks. Eine der prägenden Progressive-Rock-Veröffentlichungen seiner Ära.

Spezielles 21er Reissue mit jeder Menge Bonusmaterial. Exzellent remastered von den originalen Masterbändern (1. Generation) plus diverse Bonustracks, auf CD 2 ein kompletter Remix (mit vielen teils merklichen Veränderungen) von Stephen W. Tayler, Audio-DVD: Ein Surround-Mix der LP, alle Remasters, alle Remixe. Gleiches gilt für Pawn Hearts, Godbluff, Still Life, also ihr zentrales Oeuvre (abgesehen von The Least We Can Do). Tayler bescheinigt den originalen Mixes zwar tadellose Arbeit, meint jedoch, vermutlich aus Zeitmangel (Studiokosten!) gäbe es ein paar Unzulänglichkeiten, die er bearbeitet hätte. Ja! Generell klingt der Remix hier bei einigen Stücken ein bischen dynamischer (Killer, Emperor v.a.), bei anderen (oder auch denselben!) insgesamt runder, organischer, mal wurden Raum/Hall/Stereo-Effekte verändert bis fast eliminiert, ein paar Splittergitarren (von Gast Robert Fripp) fast gänzlich weggemixt (jeweils Emperor), anderswo erhält die Orgel minimal mehr Bedeutung (House With No Door) oder das Sax wird partiell mehr in den Vordergrund gestellt bzw. das Gegenteil (eine Dopplung verschwindet überwiegend, genau wie bestimmte Stereoeffekte von den Becken), das Klangbild der Orgel erhält einen Neuanstrich (alles bei Lost), zudem wurde dort der ganze Schluß signifikant und effektiv auf den Kopf gestellt (mehr Sax, mehr Vocals!). Killer überrascht mit Vokal-Bearbeitungen (Lead, Backing oder Chor teils leiser, teils mehr/besser integriert, oder im Stereobild woanders platziert), manches wirkt ein wenig transparenter. Am stärksten aber fallen die Modifikationen bei Pioneers aus: Tayler mixte teilweise andere/unbekannte Vokalspuren zusammen, satte 2 Min. dominiert meist Akustikgitarre (die im Original dort nur kurz/kaum zu hören ist!), die Toms werden mehrfach variiert, das ganze Klangbild unterscheidet sich phasenweise. Zum Surroundmix auf der DVD-Audio kann ich mangels Anlage nichts sagen. Bleiben noch 4 komplett unveröffentlichte Bonustracks (36 Min.): „1st versions“ von Killer (Aufbau/Struktur gleich, Sound total anders: Kein Sax, kein Piano, keine Backing Vocals, die Orgel, weit dominanter, ersetzt selbst Soli vom Sax mit eigenen, auch Drums teils differierend) und Emperor (die Akustikgitarren-Fills fehlen, die Schärfe der Orgel, ebenso Effekte wie Echo, Kanal-Wandern, Fripps E-Gitarre ist nicht dabei, der Gesang spielt sich entweder in weiten Räumen oder absolut „trocken“ ab, die eh wenigen Sax-Parts wurden „gestrichen“, dafür gibt´s ein paar kurze Flöten-Ergänzungen. Außerdem: 2 BBC-Aufnahmen von 1970, die nicht auf „After The Flood“ drauf waren: Killer (etwas kürzer, rhythmischer, z.T. auch aggressiver, Gesang und Sax (mehrfach Wah-Wah) anders) und Lost (Sound moderat dumpfer, aber noch okay; phasenweise deutliche Unterschiede, inkl. richtig hypnotischen Parts). Ach ja, die Musik, generell: Eine meiner 10 Insel-Platten, beste Prog-LP ever, Einfallsreichtum ohne Ende, tolle Melodien außerhalb konventioneller Schemata (auch vom Sax), fantastische Vocals, schroffe Härte wie extremste Zartheit, mitreißende Rhythm-Patterns, Drama und Pathos deluxe… Das Bonusmaterial befindet sich auch auf der neuen Box. (detlev von duhn)

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