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Ljungblut: Villa Carlotta 5959 - Hilfe
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Ljungblut - Villa Carlotta 5959

Cover von Villa Carlotta 5959
Ljungblut
Villa Carlotta 5959

Label Karisma
Erstveröffentlichung 16.11.2018
Format LP
Lieferzeit 4 – 7 Werktage
Preis 28,95 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Die Norweger haben es mir angetan vor allem, wenn sie in ihrer schönen Landessprache singen. Art- und Prog-Bands wie Ljungblut sind mir in ihrer opulenten Dramaturgie ja oft zu schematisch und berechenbar, hier packt mich die Musik aber von Anfang an. Sänger Kim Ljung (Ex-Seigmen/ Zeromancer) hat eine sehr schöne und klare Stimme, was auf Norwegisch schon sehr betörend wirkt. Mit diesem Kniff klingt dann auch die gesamte Musik deutlich weniger nach angloamerikanischen Vorbildern, sondern erfreulich eigenwillig. Weiteres Markenzeichen von Ljungblut ist die auffallend unterrepräsentierte Gitarre im Vergleich zu mächtigen, epischen Keyboards und Synthies. Was aber ganz hervorragend klingt. Der Opener „Hasselblad“ ist sogar majestätischster Synthie-Prog, der mich als eher fachfremden Hörer echt umhaut. Läuft gerade in Dauer-Repeat. Im Weiteren gefällt mir das Album aber auch gut: der räumlich-flächige Postrock-Sound setzt gekonnt auf eine emotionale Dramaturgie, ist hervorragend produziert. Eine einsame Gitarre kann sich dann doch noch etablieren, teils schleicht sich sogar ein Hauch von Midnight Choir-Atmosphäre ein. Große, melancholische Oper im gekonnten Post/Art/Prog-Wohlklangs, Norwegean Style. (Joe Whirlypop)

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