Action & Tension & Space: Skaredalen Funhouse - Hilfe
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Action & Tension & Space - Skaredalen Funhouse

Cover von Skaredalen Funhouse
Action & Tension & Space
Skaredalen Funhouse

Label Kapitän Platte
Erstveröffentlichung 19.10.2018
Format CD
Lieferzeit 4 – 7 Werktage
Preis 13,95 € (inkl. MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

18er, norwegisches Projekt mit Leuten von u.a. Low Frequency In Stereo und Electric Eye, sie fungierten großteils zudem als Tourband von Ryley Walker! Mit dem hat das hier aber nichts zu tun. Mit Vorliebe (aber immer etwas anders gespielt) zelebrieren sie bestechend leichtfüßigen/federnden/feinziselierten und individuellen Space-Psyche (z.T. mit ganz leichten Kraut-Beigaben und/oder ein Hauch jazzy, dafür dann aber partiell ohne den Space-Anteil), in herrlichen Sounds, manchmal auch ganz wunderbar fließend oder mit irgendwann hypnotischer Wirkung. Daneben gibt´s kristalline dezent groovende hochatmosphärische Psychedelia, filigranen partiell hauchzarten klangmalenden effektreichen Lounge-Psyche samt viel Echo und Hall, ein kurzer Track verströmt eine Prise sehr frühe sphärisch-dräuende Pink Floyd (deren Einfluß, ca. Ummagumma, ist auch in einer der Space-Psyche-Stücke wahrnehmbar). Bei all dem schaffen sie es erstaunlicherweise, fast ohne offensichtliche Vorbilder auszukommen, eine eigenständige Note zu bewahren. Laute/aggressive Töne sind tabu. Toll klingende Saitenarbeit (teils etwas verweht) inkl. Lap Steel, teilweise eine feine Orgel, sporadisch ein akustischer gestrichener Bass sorgen für musikalischen Hochgenuß. (dvd)


Sowas hatte ich mir ja schon immer gewünscht: eine Band, die ihren Sound aus meinen beiden Lieblingssongs von Pink Floyd destilliert. „Set The Controls For The Heart Of The Sun“ und “Careful With That Axe, Eugene“. Das ist jetzt vielleicht etwas verkürzt dargestellt, aber an diese beiden Klassiker leicht verdaddelter Psychedelia stoße ich beim Hören des Albums allenthalben. Die Norweger verzichten auf Vocals, wie auch auf eruptive Ausbrüche (bei Pink Floyd in der Frühphase ja noch möglich). Stattdessen setzen sie auf einen stoischen, entspannten, fast meditativen Midtempo-Grove, über dem dann Gitarren und Orgel ihre spacigen Kreise ziehen. Die Klangästhetik ist famos, fast authentisch an den späten 60ern angelehnt, leicht verhallt aufgenommen und bei jedem Song mit unwiderstehlich hypnotischer Wirkkraft. An die späteren Pink Floyd mit David Gilmour erinnert auch der häufige Einsatz von Slide und Steelguitar, was in diesem Kontext immer gut klingt, wie ich finde. Zwischenzeitlich wird es auch mal ein bisschen experimenteller (Cello), man findet aber schnell wieder zum beckenlastigen, ganz leicht jazzigen Groove zurück, wie ihn Nick Mason bei Pink Floyd zum Trademark gemacht hat. Dass der Bass ein akustischer ist, habe ich erst nach einer Weile gemerkt klingt traumhaft, der Jazz bleibt dennoch außen vor. Das Promoinfo hört hier zwar auch Referenzen wie The Necks, Friends of Dean Martinez, Neu! und Doors, ich bleibe aber entschlossen bei den frühen Pink Floyd. So oder so: „Skåredalen Funhouse“ ist eine großartige Platte geworden. (Joe Whirlypop)

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