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Yes - 50th Anniversary: Live At The Apollo

Cover von 50th Anniversary: Live At The Apollo
Yes
50th Anniversary: Live At The Apollo

Label Eagle Rock Entertainment
Erstveröffentlichung 07.09.2018
Format 2-CD
Lieferzeit 4 – 7 Werktage
Preis 17,95 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Der treugläubige Yes-Jünger verliert ja mitunter fast den Überblick bei all den Live-Mitschnitten der verschiedenen Band-Inkarnationen, die er über die Jahrzehnte allein schon auf offiziellem Wege sammeln konnte, und dennoch wird er immer wieder zur Mutter aller Yes-Live-Alben zurückkehren. Auch wenn ich es mir nicht anmaßen möchte, dieses während einer 2017er Amerika/UK-Tour anlässlich des Goldenen Bühnenjubiläums aufgezeichnete Live-Album in einem Yes-Songs-Atemzug zu nennen, so scheint mir doch, dass gar nicht so viel Platz zum Luftholen bleibt zwischen dem Konzertklassiker und diesem gloriosen, knapp zweistündigen Art-Rock-Altar, der nicht nur das Quintett-Blatt neu mischt, sondern nahezu alles bietet, was den Yes-Freund selig glücklich macht. Mit Lee Pomeroy (Bass) und Louis Molino III (Drums) holte man sich zwei fähige Kunst- & Druck-Handwerker ins Prog-Boot, die ebenso durch ihre exzellente Repertoire-Sicherheit beeindrucken, wie sie für frischen Wind sorgen, aber es ist das treffliche Trio im Vordergrund dieser doppelten Feierstunde, das für breitestes Lächeln des Wiedererkennens und auch Neuntdeckens sorgt. Rick Wakeman, faszinierend fingerfertig und mit überbordender Keyboardarmada ausgestattet, und Trevor Rabin, ultraschnell, feinfühlig und immer wieder kraftvoll durch den Hang zu metallenen Härten hervortretend (und auch als Chor- wie Lead-Sänger glänzend), verkörpern und vereinen nicht nur verschiedene Phasen des Artrock-Mutterschiffs, sie wissen kraft ihrer verschiedenen Prog-Visionen das Schaffen des jeweils anderen zu befruchten und beflügeln. Natürlich gibt es besetzungsbedingt mehr Rabin-beeinflusstes Epen-Material als sonst üblich, was dem Musikfluss aber nur in Form einer frischen, gesunden Durchmischung richtig gut tut. Zudem wird auch die Königsdisziplin der lust- und kunstvoll ausgeformten Großwerke gepflegt, Awaken über die 22 Minuten-Grenze gespielt und instrumental wie vokal (auch Vier-Stimm-Sätze gelingen aufs Feinste!) wird nur in der Meisterklasse gespielt. Aber was diesen zum Glück konservierten Auftritt im Manchester Apollo zu einem wirklichen Ausnahme-Abend macht, ist die ebenso erfreulich wie erstaunlich brillante Vokalpräsenz der einzig wahren Yes-Stimme. Jon Anderson singt mit einer klaren Schönheit, die weinen macht, und während sich um ihn herum vier Meister ihres Instrumentalfachs gegenseitig zu gleißenden Glanzleistungen inspirieren, steigt der charismatische Contratenor in stimmliche Himmelshöhen, die in dieser Reinheit kaum jemand erreicht. Ein erhebender Artrock-Abend mit unvergesslicher Musik aus den zwei klassischen Yes-Jahrzehnten incl. u.a. Cinema, Perpetual Change, Hold On, And You And I, Rhythm Of Love, Heart Of Sunrise, Changes, Long Distance Runaround, The Fish, Awaken, Owner Of A Lonely Heart, Roundabout. (cpa)

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