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Spacelords: Water Planet - Hilfe
hilfe

Spacelords - Water Planet

Cover von Water Planet
Spacelords
Water Planet

Label Tonzonen
Erstveröffentlichung 20.10.2017
Format CD
Leider nicht verfügbar.
Rezension

Was für ein Brett so muss Spacerock klingen! Dem Trio aus Süddeutschland gelingt mit seinem dritten Album ein für meinen Geschmack perfektes Album im Bereich des härteren Psychedelic Rock mit gerade mal drei überlangen, repetitiven Songs, die aber nie langweilig klingen, sondern systematisch Spannung aufbauen. Und zwar ganz ohne Schnickschnack: Drums, Bass, Gitarre und ein bisschen spaciges Blubbern reichen, um den denkbar hypnotischsten Groove zu erzeugen Gesang würde hier nur stören. Mit stoisch aufbauenden Riffs, die grandiose Gitarre fett mit WahWah, Reverb und Fuzz angereichert, aber immer präzise auf den Punkt gespielt. Die Harmonien ein wenig fernöstlich angehaucht, beim finalen Zwanzigminüter auch mal mit indischem Vibe inklusive Tambura. Was vor allem zählt, sind aber diese mächtigen, majestätischen Spacerock-Riffs der Gitarre, mehrfach auch souverän an David Gilmour erinnernd. Die Dramaturgie ist perfekt, die Riffs bauen langsam auf, minimal aber steig variiert, von der druckvollen Rhythm Section angemessen begleitet. „Water Planet“ ist auch kein zeitgemäßer Postrock mit hohler Gefühligkeit, sondern absolut klassisch Vintage. Wie wenn man die besten Momente von Hawkwind in den frühen 70ern mit der Geradlinigkeit der britischen Loop (aus der zweiten Hälfte der 80er) gekreuzt hätte. Wo kommt so eine Band nur her? Die drei überwiegend bärtigen Herren sind so ganz jung nicht mehr, vielleicht gelingt es ihnen gerade deshalb so überzeugend, einem eigentlich komplett ausdefinierten Genre so viel neues Leben zu verleihen. Das Vinyl ist auf 1000 Exemplare limitiert, ich habe meines längst bestellt. (Joe Whirlypop)

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