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Elbow: Cast Of Thousands - Hilfe
hilfe

Elbow - Cast Of Thousands

Cover von Cast Of Thousands
Elbow
Cast Of Thousands

Label V2
Erstveröffentlichung 18.08.2003
Format CD
Lieferzeit 1 – 8 Werktage
Preis 6,95 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Dam’it, wie öde die ständige Vergleicherei werden kann. Natürlich wird der Zweitling von Elbow simplifizierend mit Radiohead, mit den Doves, mit Coldplay gar verglichen. – rockwärts jedenfalls, wenn ich es wollte, könnte ich aber auch noch Future Sounds Of London oder gar Groove Armada hinzu fügen, Club-oder elektronikawärts quasi. Und? Hilft das irgendwem? Wer will mir ernstlich an die Karre fahren, wenn ich behaupte, Elbow gestaltet Moody Blues Atmosphäre modern aus (Fugitive Model), dann mal mit Pink Floyd abgleiche, wo Rock und Elektronika per Keyboard Progressive-Pomp in glühenden Farben malt (Ribcage), oder spröde Tristesse empfinde und darum, wenn auch das näseln fehlt, Talk Talk heran ziehe (Switching Off), wenn ich die Nähe zum Canterbury Sound heraus zu hören glaube (Not A Job)...

Wenn das jetzt zu altbacken klingt, dann war es nicht so gemeint, was ich sagen will, mit einigen Versatzstücken, die sich bei allen oben genannten wiederfinden, die sich immer finden lassen wenn man unbedingt danach suchen will, machen Elbow doch unvergleichliches, eigenes. „Manchester Miserablism“ nennt der All Music Guide die verhaltene, mitfühlende Depression von Guy Garvey und Co.

Immer viel wichtiger als jeder Vergleich, Elbow schreibt Songs über den Tag hinaus, ein Song wie Ribcage wiegt locker 1000 andere auf und das ist alles was zählt. (ICC)

"Die Entdeckung. Der Langsamkeit. Nicht weniger als zehn Jahre brauchten Elbow, so munkelt man, um ihr hochgelobtes Debüt “Asleep In the Back” fertig zu stellen. Was für ein episches Unterfangen, jeglichen Zeitläufen zum Trotze. Denn was kümmert meine Musik der Hype von heute, wenn sie ohnehin erst in Jahren erscheinen wird? Dennoch: So viel Zeit wollte man diesmal nicht verstreichen lassen, zwei Jahre sollten genug sein. Nach einer Phase der Ratlosigkeit, einer dem übermächtigen Erwartungsdruck geschuldeten Anspannung kam man innerhalb der Band überein, dass es nicht darum gehen könne, das Niveau des Debütalbums zu erreichen. Nein, man sollte einfach etwas noch Größeres schaffen. Was für eine Volte! Tricky! Aber die Strategie ist aufgegangen: “Cast Of Thousands” ist ein Meisterwerk, ein Monster von einem Album! Jeder Song eine Überraschung, keine Billboard-Hits, sondern Gospel-Hymnen von spiritueller Kraft. Ich gebe zu, beim ersten Durchlauf war es mir fast zu anstrengend, das Werk in seiner überbordenden Opulenz aufzunehmen, doch wenn sich die Melodien erst mal eingenistet haben, ist man frei für die Finessen dieser Musik: Intelligent wird mit Redundanzen gespielt, das Instrumentarium ist weitgehend traditionell, das Mixing jedoch gewagt (die Gitarre in “Snooks” sägt einem die Ohren ab). Wer die Doves schätzt, Mark Hollis verehrt und die Flaming Lips liebt, wird an Elbow seine helle Freude haben." (Intro)

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