North Mississippi Allstars: Set Sail - Hilfe
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North Mississippi Allstars - Set Sail

Cover von Set Sail
North Mississippi Allstars
Set Sail

Label New West
Erstveröffentlichung 01.04.2022
Format LP
Lieferzeit 4 – 7 Werktage
Preis 26,95 € (inkl. MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Set Sail', das dreizehnte Album des 1996 von den Brüdern Luther und Cody Dickinson gegründeten losen Kollektivs North Mississippi Allstars, folgt auf Up and Rolling aus dem Jahr 2019, das 2021 für einen Grammy Award als bestes zeitgenössisches Blues-Album nominiert wurde. 'Set Sail' setzt die Tradition der Band fort. Roots-Musik von bemerkenswerter Vielfalt bei der Neues auf Altes trifft, Traditionelles auf Futuristisches, kunstvolle Texte auf Improvisationsmusik. Frisch hinzugestoßen zu der Band sind Jesse Williams am Bass und Lamar Williams, Jr.

Unser Rezensenten über das Album:
22er, diesmal oft (gern wunderbar lose) 2-stimmig, mit Lamar Williams als effektivem Gast-Sänger (der Sohn des ehemaligen Allman Brothers-Bassisten, der dort 1972 einstieg), auch Sharisse Norman übt in einem Stück dieselbe Funktion aus (sang ja schon mehrfach bei der Band), sowie Stax-Legende William Bell (Lead Vocals). R´n´B verschiedener Art steht häufig im Zentrum der Musik, ein paar Mal mit deutlicher Soul-Schlagseite (ob funky und unter 70s-Einfluß, einmal den späteren, einmal entfernt Dr. John ähnlich; oder einfach mächtig groovend, schließlich u.a. inspiriert vom klassischen Stax-Sound, der Track mit Bell); anderswo (2x) als Southern-R´n´B meets Roots Rock in schön luftig (der Groove leicht angefunkt und optimal locker inkl. einer Prise New Orleans, inklusive herrlich filigran-stechender Gitarre; bzw. ein längeres schon fast originäres Gitarren-Solo, ein bischen irgendwie nach innen gekehrt). Außerdem: Ein ziemlich origineller Psyche-Funk-Mix. Weiter gefaßter Roots-Sound mit dezenten Folkelementen unter Groove-Bedingungen. Im weitesten Sinne R´n´B in entzückend atmosphärischem Setting, sehr zurückhaltend, feine verhallte Sounds im Background. Und ein Song, bei dem die 2-Stimmigkeit sehr punktuell eingesetzt wird, lässig und leichte Parallelen zu einer abgespeckten zurückgenommenen Version von Little Feat. Neben den Top-Gitarren recht viel E-Piano, aber auch attraktive Streicher-, Bläser- und Synth-Punktierungen (und 1x Orgel von John Medeski). Wie immer bei ihnen gilt: Hohe Qualität! (detlev von duhn)

und:
Die verlässliche Größe aus dem amerikanischen Süden: die North Mississippi Allstars sind seit einem Vierteljahrhundert mit steinaltem Southern Blues, Roots, Soul, Gospel und R&B unterwegs auch dieses neue (mittlerweile 13.) Album überzeugt mit reifer Größe. Getragen wird die Band von den zwei Söhnen des großen Memphis Producers Jim Dickinson. Luther und Cody Dickinson stehen ganz in der Tradition des Südens, klingen dabei aber nicht wirklich altmodisch. Ihr Erfolgsrezept ist ein ultraschlanker, kompakter Bandsound, der sich in allem auf das Wesentliche beschränkt. Die Gitarrenarbeit von Luther ist formidabel: Bluesig mit Slide, soulful und psychedelisch immer trifft er mit wenigen Tönen den Nerv des Hörers. Bruder Cody steuert neben den Drums auch ein elegantes Fender Rhodes-Piano bei. Den Gesang teilt sich Luther Dickinson übrigens mit Lamar Williams Jr., dem Sohn des Allman Brothers-Bassisten Lamar Williams zweistimmig klingt das Ganze noch intensiver. Oft lassen sie es lowfown funky grooven, aber auch Gaststar und Stax Records-Legende William Bell sorgt auf „Never Want To Be“ für eine nostalgische Hi Records-Reminiszenz. Es überwiegt aber gut abgehangener Blues mit Rhythm, stilistisch an den späten 60ern orientiert, aber im absolut zeitlosen Gewand präsentiert. Prädikat: meisterlich. (Joe Whirlypop)

Tracklisting
1. Set Sail Part I<
>2. Bumpin’<
>3. See The Moon<
>4. Outside<
>5. Didn’t We Have A Time<
>6. Never Want To Be Kissed (Feat. William Bell)<
>7. Set Sail Part II<
>8. Juicy Juice<
>9. Rabbit Foot<
>10. Authentic
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