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Jimmie Vaughan: Baby, Please Come Home - Hilfe
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Jimmie Vaughan - Baby, Please Come Home

Cover von Baby, Please Come Home
Jimmie Vaughan
Baby, Please Come Home

Label Last Music Company
Erstveröffentlichung 17.05.2019
Format CD
Lieferzeit 4 – 7 Werktage
Preis 14,95 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Der texanische Blueser ist ja schon ewig dabei, ich hatte ihn aber nie wirklich auf dem Schirm. Und jetzt kommt mir dieses grandiose Album des (großen) Bruders von Stevie Ray unter was habe ich denn da bisher verpasst? Gut die Hälfte der Songs gerät aber sowas von tanzbar, mit Uptempo-Blues und heavy R&B-Infusion. Extrem tight und knackig gespielt und auch angemessen karzig gesungen. Oft klingt es wie das amerikanische Gegenstück zum famosen Briten James Hunter. Teils unterstützt von einem unaufdringlichen Sax (oder auch Trompete), Handclaps und einigen Chordamen lässt Jimmie hier die guten Zeiten rollen. Knackig und funky, mit Songs, die nach ganz alter Schule klingen und es auch sind: gecovert werden u.a. Lloyd Price, Fats Domino/Dave Bartholomew, Lefty Frizell und natürlich T-Bone Walker. Da erweist sich reichlich musikalischer Erfahrung (u.a. mit den Fabulous Thunderbirds, aber auch Gov't Mule und Nick Lowe) als großer Vorteil. Dieses Album klingt komplett unprätentiös und hat auch so gar nichts mit einigen anderen eher betulichen Bluesrockern derselben Generation gemein. Hier geht es um brodelnden Blues & Rhythm, ausnahmsweise auch mal mit Hammond-Orgel im SoulFunk-Style, meistens aber wie geradewegs aus einem Juke Joint der späten 50er gerettet. Mit Vintage-Jump Blues und lässigen R&B-Shuffles. Man merkt: ich bin begeistert. Das Beste ist die Gitarre. Erkennbar von seinem Bruder beeinflusst (oder umgekehrt), aber was bei Stevie Ray für meinen Geschmack teils ein wenig sämig gerät, wird hier auf wenige, aber umso pointierte, swingende Licks reduziert was eben an den unterschätzten Meister der ökonomischen Blues- und Soul-Gitarre James Hunter erinnert. Und wie jener nimmt auch Jimmie Vaughan gerne in klassischem mono auf. Brüder im Geiste, beide großartig. (Joe Whirlypop)

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