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Joe Bonamassa: You And Me - Hilfe
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Joe Bonamassa - You And Me

Cover von You And Me
Joe Bonamassa
You And Me

Label Provogue
Erstveröffentlichung 24.03.2006
Format CD
Lieferzeit 4 – 7 Werktage
Preis 9,95 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Tatsächlich das 6. Studioalbum des Mittzwanzigers, der sich mittlerweile in der 1. Liga der weißen Bluesmänner befindet und sich mit You And Me dort auf lange Sicht auch festsetzen sollte. Natürlich erwartet man keine revolutionären Änderungen des guten alten Blues-Formats, das wurde alles schon einmal gespielt. Es geht um das „Wie?“.

Bis dato war Bonamassa einer von denen, die mächtig auf dem Griffbrett unterwegs sind und vor allen durch ihr technisches Können beindruckten. Ein schlimmer Finger ist er auch heute noch, aber mittlerweile verfügt er über genügend Abgeklärtheit und Feeling, um so ein Album als stimmiges Ganzes rüber zu bringen.

Aber zuallererst lässt er die 6 Saiten heulen, aber wenn die Rhythmusgruppe pumpt und röchelt wie ein gut geölter V-8 Big Block, dann legt man halt los wie ein Wilder. Neben sattem Boogierock zeigt er uns den Blues aber auch in anderen Facetten und macht einen Abstecher nach Chicago, zelebriert einen sauberen Bottleneck Tune, liefert diverse gefühlvolle The-Sky-Is-Crying-Slow-Blues-Jams und gar eine kurze Kottke-ähnliche Technikdemonstration auf der Akustischen.

Dass er sich dabei durchweg auf eigenes Material verlässt, ist ihm ebenso hoch anzurechnen wie die stimmlich reife Umsetzung. Da wurde wohl zwischenzeitlich ordentlich mit Whiskey und Nägeln gegurgelt. Es gibt nur knappste Beigaben von Orgel und Streichern, sonst hören wir nur Bass, Drums und Gitarre. Und noch mal Gitarre. Da muß man im hohen Alter tatsächlich aufpassen, dass man sich nicht durch das Spielen auf der Luftgitarre lächerlich macht. Blues-Rock in sehr gut. (rh)

Für mich eines der besten Blues Rock-Alben der letzten Jahre, und eines der im besten Sinne variationsreichsten! Im Quartet feat. Jason Bonham. Scharfe schroffe schneidende Riffs, Licks, mischen sich mit mit wunderbar singenden und weicheren gefühlvollen (gleichwohl kraftvollen!) Gitarren, incl. begeisternder frenetischer Crescendi oder herrlich verwehter bzw. vibrierender Klänge. Zutiefst musikalische Virtuosität, grandioses und vielschichtiges Spiel. Gut auch sein rauher ausdrucksstarker Gesang, eine warme geschmeidige wie flächige Orgel (manchmal Piano) – viele sehr reizvolle Kontraste und Sounds. Einige Songs ziehen ungemein dynamisch ab, stürmisch, treibend, teils kommen sie kantig, sehr lebhaft, incl. Tempiwechsel, teils rund, organisch und superfett; 2x klassischer exzellenter Slow Blues. Sporadisch höre ich Hendrix-, Peter Green- oder Jeff Beck-Einflüsse, anderes ist stark traditionell ausgerichtet, mit 60s- wie R´n´B-Anleihen, 2x gar (auf eigene schöne Art) akustisch solo (1x leise, 1x folkig a la Kottke). Und ein Highlight ist das 9-minütige Cover von Led Zeppelins Tea For One im typischen Sound der schleppenden Zep-Blueser, aber mit Streichern! Sehr empfehlenswerte CD! (dvd)

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