Klaus Schulze: Richard Wahnfried's Megatone - Hilfe
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Klaus Schulze - Richard Wahnfried's Megatone

Cover von Richard Wahnfried's Megatone
Klaus Schulze
Richard Wahnfried's Megatone

Label MIG (Made In Germany)
Erstveröffentlichung 27.08.2021
Format CD
Lieferzeit 4 – 7 Werktage
Preis 15,95 € (inkl. MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Reissue des 1984er Albums von Schulzes Alter Ego (bzw. Nebenprojekt) Richard Wahnfried. Dieses dritte Album der „Wahnfried“-Reihe unterscheidet sich doch deutlich von des Meisters herkömmlichem Schaffen. Hier liefert er mehr oder weniger nur die elektronische Basis für diverse Gäste und viele handgespielt-analoge Instrumente. Schon der Opener „Angry Young Boys“ überrascht mit krachender Stromgitarre, Sax und ziemlich in den Vordergrund gemischten Vocals (Michael Garvens ein wenig auf den Spuren von Damo Sukzuki). Auch die Drums sind hart und handgetrommelt Schulze bleibt also ziemlich im Hintergrund und liefert nur ein paar typische Flächen im digitalen Sinfonik-Format. Der Härtegrad ist erstaunlich: satte Drums (sogar mit Solo), teils brachiale Stromgitarre (Harald Kratsch). Man merkt, wie Schulze Spaß an Grenzerweiterungen hat die aber sicher nicht jeder Fan geteilt hat. Der zweite Song hat einen leicht karibischen und erneut ziemlich schnellen Groove, die Struktur erinnert ein wenig an die ungefähr zeitgleich erschienen Solowerke von Cans Holger Czukay. Auch der finale 20-Minüter überrascht mit harschen Sounds und strammem Beat. Latent funky und in kantiger 80er-Soundästhetik, aber auch mit präsentem Sax (Axel-Glenn Müller) und markigen Gitarrensoli, die auch auf einem Deep Purple-Album nicht stören würden. Elektronisch klingt hier fast nur der pulsende Sequencer. Ungewöhnlicher Stoff also, konservative Fans könnten sich durchaus wundern. (Joe Whirlypop)

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