Metallica: Metallica (remastered) - Hilfe
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Metallica - Metallica (remastered)

Cover von Metallica (remastered)
Metallica
Metallica (remastered)

Label Mercury
Erstveröffentlichung 10.09.2021
Format CD
Lieferzeit 4 – 7 Werktage
Preis 17,95 € (inkl. MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Als Reissue direkt an die Spitze der deutschen Album-Charts das muss Metallica erst mal jemand nachmachen. 30 Jahre nach der Erstveröffentlichung kommt das schwarze Album im fett remasterten Sound jetzt in allen Formaten wieder in die Läden, Zeit für ein Wiederhören. Als Metallica-Fan der ersten Stunde stehen heute nur noch die ersten vier Alben im Plattenschrank, mit dem großen internationalen Durchbruch des „Black Album“ 1991 hatte ich Hardrock und Metal damals schon hinter mir gelassen. Und dann auch noch dieses riesige Stadionrock-Ding, also nö. Heute mag ich nicht mehr so dogmatisch urteilen: Es beginnt mit „Enter Sandman“, da kann man nicht meckern: großer Song und völlig zurecht ein internationaler Hit. Im Weiteren fehlen leider die rasanten Speedmetal-Brecher der frühen Tage, dafür glänzt das Album mit einer wirklich wuchtigen und dennoch kristallklaren Produktion des teuren Schwergewichts Bob Rock (Bon Jovi, Mötley Crüe, Bryan Adams), der den bewährten Fleming Rasmussen ersetzte letztlich wohl das Erfolgsrezept für höhere kommerzielle Weihen. Der neue Sound kommt vor allem James Hetfields Gesang zugute, der sich hier endgültig von einer passablen Notlösung zu einem ausdrucksstarken und kraftvollen Vokalisten entwickelt hat. Die Songqualität fehlt mir allerdings bis heute: „The Unvorgiven“ ist pathetischer Kitsch, sowas hätten Metallica früher nicht mit der Kneifzange angefasst. Ich höre im Weiteren überwiegend hymnische Midtempo-Stomper mit klarer Rifftstruktur. Deutlich kürzer als die zuvor typischen 6-8-Minüter, kein Song ragt irgendwie heraus natürlich bis auf „Nothing Else Matters“, die erste Metallica-Powerballade. Und ich gebe heute gerne zu: das seinerzeit gewagte Experiment gelingt rundum überzeugend. Hetfields gedoppelte Stimme klingt erstaunlich schön, die Dramaturgie stimmt, ein neues „Stairway To Heaven“ erreicht natürlich auch neue Käufer*innen-Schichten. So verkaufte man weltweit über 30 Millionen Einheiten des Albums und der Geldsegen hört auch drei Dekaden später nicht auf. Wobei ich auch aus heutiger Sicht neben den beiden Single-Highlights ein eher unauffälliges Album ohne weitere herausragende Nummern höre. Ist dennoch das weltweit meistverkaufte Metalalbum aller Zeiten geworden und findet jetzt doch noch ein Plätzchen bei meinen Vinylen. (Joe Whirlypop)

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