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Ash Ra Tempel: Gin Rosé - Hilfe
hilfe

Ash Ra Tempel - Gin Rosé

Cover von Gin Rosé
Ash Ra Tempel
Gin Rosé

Label MIG (Made In Germany)
Erstveröffentlichung 09.10.2020
Format
Lieferzeit 1 – 3 Werktage
Preis 19,95 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

ASH RA TEMPEL, wegweisendes Urgestein der "Berliner Schule", wurde in den Jahren 1971-1973 mit ihren LPs / Veröffentlichungen weltweit bekannt. Auf dem gleichnamigen Debut-Album von 1971 in der Formation Hartmut Enke (Bass), Manuel Göttsching (Gitarre), Klaus Schulze (Schlagzeug) dekonstruierte ASH RA TEMPEL radikal Elemente von Rock und Blues und verband sie mit elektronischen Klängen zu neuartigen Ton-Collagen. Göttsching und Schulze trafen auch während ihrer späteren solistischen Karrieren immer wieder aufeinander und belegten dabei ihre musikalische Verbundenheit mit innovativer Gitarre und Elektronik, aber erst im Jahre 2000 fanden sie erneut für ein kurzes Intermezzo als "ASH RA TEMPEL" zusammen. Julian Cope (Autor von "Krautrock-Sampler") hatte Göttsching zu seinem Cornucopea Festival in London eingeladen, und so bot sich die wunderbare Gelegenheit zu einem einmaligen Reunion-Konzert, das am 2.4.2000 in der Londoner Royal Festival Hall stattfand. Während der Vorbereitungen zum Konzert entstand vorab das Studio-Album "Friendship". Beide Aufnahmen, sowohl das Studio Album als auch der Live-Mitschnitt vom Konzert in London " Gin Rosé" erschienen seinerzeit (2000) in kleiner Auflage, die schnell vergriffen war. Das Studio-Album "Friendship" wurde bereits 2014 wiederveröffentlicht (CD), aufgrund der großen Nachfrage hier nun endlich die Wiederauflage des lang erwarteten Live-Albums "Gin Rosé". Göttsching und Schulze vereinen Tradition und Vision, aber anstatt Klänge der 1970er Jahre zu reaktivieren durchströmt der Geist dieser einzigartigen Liaison jede Note dieses auch heute noch zeitgemäßen Konzerts, das die beiden Akteure in gewohnter und unbeirrbarer Spielfreude zeigt.

Unser Rezensent meint dazu:
Wie wunderbar, dass die Kraut-Veteranen Manuel Göttsching und Klaus Schulze noch einmal gemeinsam als Ash Ra Tempel beim Cornucopea Festival in der Londoner Royal Festival Hall auftraten vor auch schon zwanzig Jahren. Eingeladen wurden sie vom britischen Deutschrock-Spezialisten Julian Cope, der seinerzeit ja mit seinem Kompendium „Krautrocksampler“ reüssierte. Jetzt wurde das damals nur als CD bei einem Kleinlabel veröffentlichte 2000er Album von Music in Germany (bekannt durch die Rockpalast-Mitschnitte) auch als Doppel-Vinyl im Gatefoldcover wiederveröffentlicht. In London traten Klaus Schulze und Manuel Göttsching ohne Bassist Hartmut Enke auf und klingen auf den beiden sehr langen Tracks überwiegend entspannt und milde spacig. Schulze inszeniert seine typischen digitalen Soundteppiche mit pulsierenden Grooves, über die Göttsching seine psychedelischen Gitarrenlinien verteilt. Das funktioniert prächtig und erinnert an die seligen Zeiten des krautigen Cosmic-Sounds in der ersten Hälfte der 70er. Die Beats klingen jedoch recht digital, da hätte man sich doch gerne noch einen Schlagzeuger wie Harald Grosskopf mit dabei gewünscht. Aber auch so versetzt einen das Album auf eine bildstarke Klangreise. Der zweite Song „Eine pikante Variante“ klingt mit Schulzes digitalen Mellotron-Effekten und Göttschings spaciger Akustikgitarre ganz und gar außergewöhnlich, zum Finale dann sogar brachial und heavy. Für Genre-Freunde und Fans der Berliner Schule ein Fest. Kurios: Der 42-minütige Titelsong wurde fürs Vinyl auf zwei LP-Seiten verteilt, der zweite Song füllt mit 27 Minuten Spieldauer die C-Seite , während die letzte Seite leer bleibt bei 70 Minuten Gesamtspielzeit. Die CD-Version hat als DVD-Bonus den Filmmitschnitt des Konzertes zu bieten. (Joe Whirlypop)

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