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Grateful Dead: Ready Or Not - Hilfe
hilfe

Grateful Dead - Ready Or Not

Cover von Ready Or Not
Grateful Dead
Ready Or Not

Label Warner Brothers
Erstveröffentlichung 22.11.2019
Format 2-LP
Lieferzeit 4 – 7 Werktage
Preis 37,95 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

2019er Song-Kollektion mit Live-Aufnahmen aus den Jahren 1992 bis 1995, wobei den hier versammelten neun Songs gemein ist, dass sie auf keinem Dead-Studioalbum auftauchten. Zum großen Teil entstanden in der Zeit nach Built To Last (1989) erlebten die Songs manch Bühnenpräsentation, aber kein finales Versammeln auf einem Studiowerk, sodass die jetzt via Warner veröffentlichte Song-Sammlung einem letzten Dead-Voll-Werk wohl am nächsten kommt. Final vereint finden sich hier: Liberty (aufgenommen 10/14/94), Eternity (4/2/95), Lazy River Road (3/25/93), Samba In The Rain (3/30/95), So Many Roads (6/23/92), Way To Go Home (6/28/92), Corrina (10/14/94), Easy Answers (9/13/93) und Days Between (12/11/94).


19er. Unveröffentlichte ´92er bis ´95er Live-Versionen von (selten gespielten) neuen Songs aus der Endphase, die für eine Studio-LP geplant waren (an der die Dead ab 1992 sporadisch arbeiteten, ohne sie fertigzustellen), „offiziell“ auf Rhino. Es handelt sich um Easy Answers, Days Between, Samba In The Rain, Corrina, Way To Go Home, So Many Roads, Lazy River Road, Eternity (auf der So Many Roads-Box war einiges in anderen Fassungen drauf, und auf der 80CD-Box, sonst nirgendwo offiziell), sowie Liberty (von einer ´87er Robert Hunter-LP bekannt). Phil Lesh und Vince Welnick singen auch mal. Es gibt 3 sehr feine Garcia/Hunter-Balladen (Jerry singt, teils stark berührend/leicht brüchig): Ausgesprochen rootsig und relaxt mit ein bischen Americana-Feeling, poetisch mit zartem perlendem wunderschönem Guitar-Feature (zum Schluß vokal emotional hochgepitcht) oder (mit 13 Min. einer der 3 richtig langen Tracks, die meisten sind 6/7 Min. lang) über weite Strecken sanft und feinfühlig mit süffigeren Verdichtungen. Sodann ein kompaktes konzentriertes rhythmisch ausnehmend akzentuiertes Stück ohne viel Solo-Spiel (was öfters zutrifft) aber punktueller Acid-Gitarre. Attribute, die großteils auf einen weiteren ziemlich handfesten Song zutreffen, mit (nicht unbedingt traditionell ausgerichteten) R´n´B-Elementen wie bei einem weiteren Track, tough, dezent funky, zeitgenössischer, Keyboards spielen (nicht nur hier) eine größere Rolle. Ein 10-Minüter fließt entspannt und beinhaltet einen erstaunlichen z.T. sehr jazzigen Instrumental-Teil (echt „anders“!) mit inspirierten Jerry- und Piano/Orgel-Soli, beim 17-minütigen Corinna (rockig, ein federnder Drive unter Spannung) zieht sich ein klasse Keyboard-Motiv durch die ersten Minuten, um in einem langen Jam mit relativ filigranem Zusammenspiel beider Gitarren und Tasten zu beschleunigen. Fehlt noch eine bodenständige soulig-bluesige Mixtur mit etwas End-60er-Feeling. Auffällig übrigens die vielen mehrstimmigen/Harmony-verstärkten Refrains. Ein Muß? Nein, aber die vielen „ungewohnten“ sonst kaum gehörten Stücke bilden schon einen Reiz… (dvd)

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