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Wargirl - Wargirl (180g)

Cover von Wargirl (180g)
Wargirl
Wargirl (180g)

Label Clouds Hill
Erstveröffentlichung 26.10.2018
Format LP+DLC
Leider nicht verfügbar.
Rezension

Nach der gelungenen “Arbolita”-EP jetzt das Debütalbum der Band aus Long Beach. Das Genre ist postpunkiger Dance-Rock mit coolen Girl-Vocals, letztlich aber ziemlich stiloffen. Mit geradem Beat und hypnotischer Bassline, teils auch fett funky. Gerne mit Extra-Percussion, irgendwo zwischen ESG, Luscious Jackson und Tom Tom Club. Bandchef Matt Wignall hat auch schon Cold War Kids produziert, hier klingt er aber kantiger, tanzbarer. Punkfunkig, mit Groove, auch mal in gekonntem Reggae-Format. Sängerin Samantha Parks ist die Tochter von James Lafayette Parks, Chef der 70s-Funk-Band Bull & The Matadors. Allzu soulig klingt sie aber nicht, dafür aber frech, charismatisch und dynamisch. Auch der mächtige Bass wird von einer Frau (Tamara Raye) bedient, was wiederum an Tom Tom Club (bzw. Talking Heads) erinnert. Die Herren in der Band spielen Drums und Percussion, bleibt noch die funky Gitarre für Wignall. Als Vorbilder nennt dieser Clash und War (ebenfalls aus Long Beach), vielleicht wurde auch der Bandname davon inspiriert. Halt nein, der wurde vom Cover-Artwork des Reggae-Klassikers „War Ina Babylon“ von Max Romeo (eine klassische Lee Scratch Perry-Produktion) geklaut auch eine überzeugende Referenz. Postpunkdisco mit Funk-Verwurzelung, dank der präsenten afrokaribischen Percussion aber letztlich Neuland erforschend. Sehr gute und erfrischende Platte. (Joe Whirlypop)