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Doors: The Singles (20x7"-Box Edition) - Hilfe
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Doors - The Singles (20x7"-Box Edition)

Cover von The Singles (20x7"-Box Edition)
Doors
The Singles (20x7"-Box Edition)

Label Rhino
Erstveröffentlichung 15.09.2017
Format Box-Set
Lieferzeit 4 – 7 Werktage
Preis 139,95 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

2017er Rhino-Versammlung sämtlicher US-Singles, pünktlich zum Goldenen Doors-Jubiläum. Und so bietet die 44-Track-Compilation mit allen USA-A- und B-Seiten-Titeln auch recht rare Aufnahmen, darunter auch Live- und Mono-Radio-Fassungen. In der Edel-Ausgabe beinhaltet die BluRay neben der aktuellen auch die 73er Best Of The Doors-Zusammenstellung (erstmalig in quadrophonischer Aufbereitung); dem Titel gemäß gibt es freilich auch eine sacklimitierte Box mit 20 Vinyl-Singles.

So ist mir das doch viel lieber als eine weitere Best Of-Compilation: hier werden auf zwei Longplay-CDs alle (in den USA) veröffentlichten Singles kompiliert, A- und B-Seiten in chronologischer Reihenfolge. Also immer der Hit und dann die Flipside hat man ja so ja eher selten. Das macht aber wirklich Spaß, vor allem die teils vergessenen, teils ziemlich raren B-Seiten (mehrfach bislang als CD nicht veröffentlicht). Und auch die A-Seiten weichen gerne von den Album-Versionen ab, hier hören wir u.a. die originalen Mono-Single-Edits von „Light My Fire“ und „Love Me Two Times“. Als Bonus gibt es vier bislang komplett unveröffentlichte „Mono Radio Versions“ von „Hello, I Love You“, „Touch Me“, Wishful Sinful“ und „Tell All The People“. Und fünfzig Jahre nach Erscheinen des grandiosen Debütalbums klingen die Doors heute frischer denn je, und das sage ich jetzt nicht nur floskelhaft dahin. Kaum zu glauben, dass sie Songs alle in den Jahren 1967 bis 1971 entstanden sind, wobei man sich schon wundert, was von den Verantwortlichen bei Elektra alles für hitverdächtig gehalten wurde, denn Songs wie „The Unknown Soldier“ oder „Wishful Sinful“ sind dann doch offensichtlich nicht kommerziell verwertbar. Auch kurios, dass der unsterbliche „Roadhouse Blues“ einst ein Schattendasein als Flipside des eher unerheblichen „You Make Me Real“ fristete, während das furiose „The Changeling“ eine ebenso gute A-Seite abgegeben hätte wie „Riders On The Storm“, auf dessen Rückseite es leider etwas unterging heute wissen wir es eben besser. So oder so hört man das Doors-Oeuvre auf diese Weise mit ganz anderen Ohren als albumweise. Ach ja, wer es vergessen haben sollte: den Doors gelang 1972 ja auch in der eher unrühmlichen Post-Morrison-Ära mit der Novelty-Nummer „The Mosquito“ tatsächlich noch mal ein (ziemlich lustiger) Hit. (Joe Whirlypop)

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