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Fleet Foxes: Crack-Up - Hilfe
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Fleet Foxes - Crack-Up

Cover von Crack-Up
Fleet Foxes
Crack-Up

Label Nonesuch
Erstveröffentlichung 16.06.2017
Format CD
Lieferzeit 1 – 3 Werktage
Preis 15,95 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Fast zehn Jahre sind seit dem beeindruckenden Fleet Foxes-Erstling ins Land gezogen, und trotz des genialen Geistes von Debutalbum und Helplessness Blues-Nachfolger (2011) hatte ich Ihr mögt es mir verzeihen das einzigartige Projekt des Vielfach-Instrumentalisten Robin Pecknold nahezu aus Auge und Ohr verloren. Womöglich deshalb hat das kreative Quintett all seine faszinierenden Spiel- und Sanges-Fähigkeiten geballt und mit ihrem Drittwerk einen aus allen Ecken und Enden, Wänden und Winkeln schimmernd-schillernden Art-Folk-Rock-Palast errichtet. Nicht nur Pecknold, der mehr als 20 verschiedene Klangkörper beherrscht und bedient, auch seine Mitstreiter erweisen sich als beeindruckend virtuos-vielseitig, und gemeinsam erschaffen sie ein erhaben hallendes, bei aller Ideen- und Instrumentalvielfalt akustisch fein-filigranes Wohlklangwunderwerk, das fast mühelos den weiten Brückenbogen von verletzlich-feinfühligem Folk über wüstenweite Americana-Artistik bis hin zu progressiv-phantastischen Constellation-Rauschwogen schlägt. Und dabei fasziniert nicht allein die weitgefächerte, von herrlichen Harmoniewechseln geprägte Klangfülle, die von hymnisch-klaren Akustik-Gitarren-Akkorden über wohlgesetzte Bläser-Sätze, hallreichen Dream Pop-Schwaden und filigran-fragil verzahnte Saiten-Geflechte bis hin zu raumfüllendem Streicher-Schwelgen reicht, sondern es ist die Klang- und Vergleichsfülle des vielfarbigen und -lagigen Gesangs, die die Kenner-Ohren bleibend betört. Mit vier sich gegenseitig prachtvoll ergänzenden Stimmen gelingt es der Band aus dem FF, seligmachende, gekonnt dargebotene Erinnerungen an den Crosby, Stills & Nash-Harmoniehimmel und die frühen Bee Gees-Balladen, an perfekte Simon & Garfunkel- und Everly Brothers-Paarflüge, sogar an rauhes Howe Gelb-Raunzen und brüchige Bonnie Brince Billy-Verletzlichkeit hervorzurufen, während drumherum ein Klang-Kristallpalast errichtet wird, dessen artistischen Ausmaße mit Vergleichen zu den Byrds und CSNY, Beach Boys und The Beauty Room, The Doors und God Speed You Black Emperor nur annähernd abgesteckt werden können. Und während das Pecknold-Projekt aufs Köstlich-Filigranste Song-Strukturen negiert und in luxuriös-lautmalende, erhaben-endlose Landschaften verwandelt, verführen die wohlig-weichen Vokal-Wogen derart, dass Crack-Up sich schon nach wenigen Wiederhörgängen von einem ansprechenden Album zu einem einzigen, raumfüllenden Ereignis verwandelt, das nachhaltig berührt, bewegt und betört. Delikates Drittwerk mit bleibendem Unvergesslichkeitsfaktor. (cpa)

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