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Endless Boogie: Vibe Killer - Hilfe
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Endless Boogie - Vibe Killer

Cover von Vibe Killer
Endless Boogie
Vibe Killer

Label No Quarter
Erstveröffentlichung 18.05.2017
Format CD
Lieferzeit 4 – 7 Werktage
Preis 14,95 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Noch so eine Band, die in aller Ruhe im eigenen Saft reift: Endless Boogie tragen ihren Namen noch immer zu Recht, wobei ihre langen Gitarren-Jams (7 Songs in 52 Minuten) mittlerweile doch eher im mittleren Tempo angesiedelt sind, was das Ganze aber fast noch überzeugender geraten lässt. Die Songs bestehen aus stoischen, meistens bluesgrundierten und ziemlich ausgeruhten Riffs, über denen dann der Sänger seinen sonor geraunzten Sprechgesang (fast schon wie Captain Beefheart) ausbreitet, der dann aber meistens schnell von hypnotischen Gitarrensoli und -duellen abgelöst wird. Der Beat ist wahrhaft stoisch, der Bass gerne ein wenig funky, das Ganze erinnert tatsächlich an die langen Gitarren-Jams die John Lee Hooker in den späten 60ern im Rockformat aufgenommen hat (daher auch der Bandname). Das Kern-Quartett der Band wurde hier um einige Gastmusiker wie Matt Sweeney (Iggy Pop, Will Oldham) erweitert. Wo sich die grandiosen King Gizzard & The Lizard Wizard in krautig-eskalierende Ekstasen steigern, bleibt man hier entspannt am Kopfnicken, die Gitarrensoli geraten zwar auch gerne recht spacig, die Songs bleiben dennoch solide geerdet. Die Psychedelia von „Vibe Killer“ ist also denkbar solide fundiert und dennoch enorm hypnotisch. Für eine Jam-Band auch hervorragend strukturiert, geraten die epischen Gitarrengniedeleien (nur mit klassischen Fuzz-, WahWah oder Reverb-Sounds variiert) nie zu lang oder abgehoben, sondern grooven majestätisch und stoisch in sich ruhend dahin. Die Spannung des Ganzen entsteht im untergründigen Brodeln von nur sehr langsam wachsenden Songs, die handelsübliche eruptive Gitarren-Katharsis bleibt aber konsequent aus. Was ich mir tatsächlich stundenlang anhören könnte. Ihr bislang klar bestes Album (erst das fünfte in zwanzig Jahren). (Joe Whirlypop)

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