Rich Robinson: Woodstock Sessions Vol. 3 (rem.& exp.) - Hilfe
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Rich Robinson - Woodstock Sessions Vol. 3 (rem.& exp.)

Cover von Woodstock Sessions Vol. 3 (rem.& exp.)
Rich Robinson
Woodstock Sessions Vol. 3 (rem.& exp.)

Label Eagle Rock Entertainment
Erstveröffentlichung 15.04.2016
Format CD
Lieferzeit 4 – 7 Werktage
Preis 11,95 € (inkl. MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Remasterter Eagle-Reissue des 2014er Live-im-Studio-Mitschnittes, zudem mit einen Bonus-Song (Robinson’s Fassung von Clapton’s Got To Get Better In A Little While) auf 12-Track-Länge gebracht.
In zwei Tagen in den Applehead Studios in Woodstock vor kleinem Publikum live eingespielt. Ich mag das ja, wenn es direkt und satt kommt und keine Zeit ist, um Ecken und Kanten zu glätten. Diese Aufnahme ist das beste Beispiel dafür. Der Gitarrist der Black Crowes legt hier nämlich ein phänomenales Album vor, das direkt mit einigen krachigen Rocknummern beginnt, die auch gut auf die ersten paar Crowes Alben gepasst hätten. Das Quintett ist exzellent in Form, prächtig eingespielt, zwei Gitarren (im grimmig-direkten Sound) lassen keine Fragen aufkommen, ein Keyboarder stopft die wenigen Löcher und Bass und Drums harmonieren perfekt. Nach den Openern zeigt Rich Robinson seinem Bruder Chris wo der Psychedelia Hammer hängt und lässt einige Songs vom Stapel, die die Chris Robinson Brotherhood vor Neid erblassen lassen dürfte. Das beginnt mit dem 7 ½ minütigen I Have A Feeling (aus eigener Feder), geht über Laila II (tatsächlich von Last, dem 73er Album von Agitation Free. 10:30 Minuten) zu One Cylinder (von Soul Jazz Vibraphonisten Freddy McCoy. 7 Minuten) bis hin zu seinen eigenen Songs Bye Bye Baby und Answers. Da verbindet sich Krautrock mit Psychedelia und Jazz mit Southern-Feeling zu einer ganz exzellenten Einheit, musikalisch perfekt umgesetzt mit unglaublichem Bass/Drums-Fundament und ganz viel Platz für allerfeinste Gitarren-Pyrotechniken (teilweise instrumental, obwohl Rich stimmlich voll überzeugt). Zum Schluß gibt es noch zwei Black Crowes-Gedächtnisstücke im typischen frühen Sound mit Stones/Faces-Anleihen und eine epische, fast 8-minütige Version von Oh! Sweet Nuthinþ (im Original von Lou Reed, zu finden auf VUþs Loaded), die hier mittels Twin-Gitarren-Leads und Southern Piano fast rüberkommt wie Free Bird. Klasse! (rh)

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