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Public Image Limited - What The World Needs Now...

Cover von What The World Needs Now...
Public Image Limited
What The World Needs Now...

Label
Erstveröffentlichung 04.09.2015
Format LP
Lieferzeit 1 – 8 Werktage
Preis 24,95 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Zehntes Studioalbum von John Lydon, diesmal konsequent indie, mit eigenem Label und – um gleich mal mit der Tür ins Haus zu fallen – richtig gut. Ich hatte immer schon eine Schwäche für PIL, gerade weil vieles eben nicht richtig glückte, den schwierigen künstlerischen Bruch mit der Sex Pistols-Vergangenheit hat Rotten/Lydon aber in meinen Augen bravourös geschafft. Er war ja auch mit Abstand der Schlauste in der Band, weshalb sein über die Jahrzehnte doch erstaunlich konsistenter Output zwischen Postpunk, Dancerock und Dub bis heute spannend geblieben ist. Wer sind PIL heute überhaupt? Gitarrist Lu Edmonds (Ex-The Damned) ist schon seit 1986 dabei, Basser Scott Firth ist ein würdiger, reggaebeinflusster Jah Wobble-Nachfolger und an den Drums sitzt gar der große Bruce Smith (The Pop Group, The Slits, New Age Steppers).Das Album beginnt mit der aktuellen Single „Double Trouble“, ein knackig-treibender, schnörkelloser Dance-Punk-Song im Stil der Sleaford Mods. Lydon ist stimmlich nicht mehr ganz so fulminant wie einst, er hat aber noch genügend Power und ein breites Repertoire an diesen typischen Manierismen (weitgehend ohne zu nerven). Der Noiserock klingt kontrolliert , strukturiert und zeitgemäß, hat auch wieder die gewohnt hypnotische rhythmische Basis, Funk- und Dub-befeuert. Nicht alle Songs sind wirklich gut, die Trefferquote fällt aber doch sehr erfreulich aus. Am besten gefallen mir der elegische Dub-Siebenminüter „Big Blue Sky“, der auch von Bill Laswell in seiner Ethno-Phase stammen könnte, sowie das abschließende „Shoom“, ein nihilistischer, funky tanzbarer Electro-Dance-Track ganz neben allen gängigen Genres. Das Warten auf dieses Album hat sich also definitiv gelohnt. (Joe Whirlypop)

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