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Wave Pictures: Great Big Flamingo Burning Moon - Hilfe
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Wave Pictures - Great Big Flamingo Burning Moon

Cover von Great Big Flamingo Burning Moon
Wave Pictures
Great Big Flamingo Burning Moon

Label Moshi Moshi
Erstveröffentlichung 13.02.2015
Format CD
Lieferzeit 1 – 8 Werktage
Preis 14,95 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Wow! Und noch mal Wow! Die Londoner Wave Pictures sind bekanntlich eine meiner absoluten Lieblingsband, seit Jahren hauen sie ein fantastisches Album nach dem anderen raus, gut gefüllt mit dem denkbar unprätentiösesten, klassischsten Rock, den man sich vorstellen kann. Indie. Post-Punk. Rory Gallagher. Wegen mir hätte das ewig so weiter gehen können, aber das neue Album ist anders. Denn das kompakteste Rock-Trio der Welt begab sich in die Hände des neben Gallagher anderen großen Vorbilds: Wild Billy Childish. Der hat nämlich produziert (im heimischen Atelier in Chatham) und spielt gemeinsam mit Gattin Juju auch bei fast allen Songs hörbar mit. Und er hat die neuen Songs auch gemeinsam mit Wave Pictures-Genie (das ist er ganz zweifellos) David Tattersall geschrieben, was dann eben doch ein wenig anders als sonst klingt. Eigentlich wie die erträumte Synthese aus Childish und Wave Pictures – also krachiger, roher und ein wenig mehr im Garage/R&B/Protopunk verankert. Tattersall ist ein bekanntermaßen sagenhafter Gitarrist, gemeinsam mit Childish an der Rhythmusgitarre klingt das aber fast noch umwerfender. Die Gitarren werden aber keineswegs zu dominant (Tattersalls Trademark-Soli in jedem Song werden etwas zurückgenommen), denn immer wieder fällt auch der famose Bass des bärtigen Franic auf, auch der wird immer besser: knarztocken und außerordentlich funky tritt er in Childishs perfekt roher, aber unglaublich kraftvoller Produktion immer wieder mit kleinen Sololäufen hervor. Zum Niederknien. Und Tanzen. Die Songs sind erneut vom Feinsten: hart rockend, witzig, ironisch, ganz und gar britisch und so etwas wie das UK-Gegenstück zum jungen Jonathan Richman, selbst Tattersalls Gesang ist irgendwie ähnlich. Die beiden begnadeten Songwriter greifen dann aus blankem Übermut auch noch auf Coverversionen zurück und nehmen sich hinter einander weg gleich zwei Mal Creedence Clearwater Revival („Sinister Purpose“ und „Green River“ mit Bluesharp) vor. Umwerfende Platte, für mich klar die beste im noch jungen Jahr und ein sicherer Kandidat für die Jahresendabrechnung 2015. So gut ist das. (Joe Whirlypop)

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