Alaska: These Sacred Floors - Hilfe
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Alaska - These Sacred Floors

Cover von These Sacred Floors
Alaska
These Sacred Floors

Label Marsh-Marigold
Erstveröffentlichung 05.09.2014
Format CD
Leider nicht verfügbar.
Rezension

Gitarren-Indie eher alter Schule, mit einem markanten Sänger, der mich spontan an Dan Treacy von den Television Personalities erinnert. Und auch sonst hat diese gar nicht mehr so junge Hamburger Band diverse 80s-Indie-Einflüsse verinnerlicht. In der Presse wurden sie sogar schon als Hamburgs Antwort auf Belle & Sebastian gehandelt, was allerdings Quatsch ist. Hier klingen sie tatsächlich eher postpunkig als folky, mit manchmal sogar recht rauen Gitarren und teils knackigem Beat, das Keyboard gerne mal im Streichermodus agierend. Für mich klingen Torben Schmieder (Gitarre & Gesang), Christoph Martens (Bass), Björn Steffens (Keyboards), Stephan Dublasky (Gitarrist) und Pat Menck (Schlagzeug) deutlich nach britischer Indie-Sozialisation in den späten 80ern, mit Bands wie Weather Prophets, Pastels, Wedding Present und eben nicht nur durch den wunderbar knarzigen Gesang an die seligen Television Personalities, das klassische „Velvet Underground-und-die-Folgen“-Ding halt. Besonders schön geraten die plinkernden Gitarren, die geradewegs an die schönsten Creation-Bands von Felt bis Biff Bang Pow erinnern. Wenn sich dann noch das wattige Analog-Keyboard flötenähnlich und sacht anschmiegt, verstehe ich auch die Belle & Sebastian-Assoziation mancher Kollegen. So oder so: Alaska sind eine überaus hörenswerte deutsche Indie-Band mit entspanntem Geschichtsbewusstsein. (Joe Whirlypop)