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The Band: Carter Barron Amphitheater, Washington DC, July 17th 1976 - Hilfe
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The Band - Carter Barron Amphitheater, Washington DC, July 17th 1976

Cover von Carter Barron Amphitheater, Washington DC, July 17th 1976
The Band
Carter Barron Amphitheater, Washington DC, July 17th 1976

Label Keyhole
Erstveröffentlichung 26.05.2014
Format CD
Lieferzeit 1 – 8 Werktage
Preis 14,95 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Im Sommer 1976 war schon lange nicht mehr alles in Ordnung im Band-Haus, schenkt man der Levon Helm Bio This Wheelþs On Fire Glauben (was ich tue). Ich bin mir nicht sicher, ob die anderen vier Originalmitglieder zu dem Zeitpunkt schon wussten, dass Robbie Robertson das Ende der Band quasi im Alleingang beschlossen hatte. Aber da der Last Waltz nur 4 Monate später stattfand, gehe ich mal davon aus. Damit war außer RR eigentlich keiner einverstanden, denn die Liveauftritte generierten Einkommen, auf die Danko, Helm, Manuel und Hudson angewiesen waren. Ich gehe mal davon aus, dass bei Plattenverkäufen nicht viel übrig blieb, weil die Majors jeden Mist in Abzug gebracht haben und das was wirklich Geld bringt, das Publishing, das hatte sich Robertson klammheimlich alleine an Land gezogen als die anderen noch keine Ahnung davon hatten. Und keiner kann mir erzählen, dass die Songs auf den ersten Band Scheiben nicht in Gemeinschaftsarbeit entstanden sind, also die Credits auch gerecht hätten verteilt und auf Jahrzehnte ein Grundgehalt aller hätten sichern müssen. So ist Robertson eigentlich der einzige, der in Wohlstand lebt, die anderen vier Bandmitglieder haben sich eher mässig über Wasser gehalten.
Egal. Am 17. Juli kamen wohl einige positive Dinge zusammen, denn The Band spielt hier einen beseelten 15-Song-Set mit 70 Minuten Spielzeit. Von den Klassikern fehlt keiner und mit Twilight spielen sie gar einen Songs, der erst später auf dem Islands Album veröffentlicht werden sollte. Hier ist noch einmal alles präsent was The Band so auszeichnete: das lässig-groovende Schlagzeugspiel von Levon Helm, der zudem gut bei Stimme ist. Richard Manuel und Rick Danko, instrumental mannschaftsdienlich und als Frontmänner ebenfalls mit allergroßartigsten Stimmen gesegnet. Was die drei stimmlich liefern wurde in der Rockgeschichte noch nicht übertroffen. Keyboarder Garth Hudson ist wie gewohnt als Honeyboy aktiv, wie man seine Studioaktivitäten damals bezeichnete, immer genau die richtigen Fills spielen, Lücken schließen, den Sound versüßen (ohne ihn klebrig zu machen). Und Robertson stichelt locker seine prägnanten Gitarrensoli raus, ohne in Klischees zu verfallen. Das Konzert wurde damals von der King Biscuit Flower Hour Radioshow mitgeschnitten worden, glänzt also mit ordentlichem Klang und guter Balance von Instrumenten und Stimmen. Es ist zum wehmütig werden. Und zum Träumen. Beste Band der Welt. Immer noch. (rh)

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