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Tindersticks: The Something Rain - Hilfe
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Tindersticks - The Something Rain

Cover von The Something Rain
Tindersticks
The Something Rain

Label City Slang
Erstveröffentlichung 17.02.2012
Format LP
Lieferzeit 4 – 7 Werktage
Preis 16,95 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Das neunte Album und noch immer kreiseln sie um ihren ersten Soundentwurf, nur manchmal werden die Umlaufbahnen größer. Natürlich ist auch dieses Album stark geprägt von Stuart Staples‘ tröpfelnder Late Night Jazz Stimme, der verträumten Melancholie und samtenen Molltönen. Der Fan wird sich also zu Hause fühlen. Wie schon beim Vorgängeralbum Falling Down A Mountain kommt das längste Stück gleich zu Beginn, hier das größtenteils lauschige Chocolate - nahe verwandt der ähnlich angelegten rezitativen Meditation My Sister vom genialen Debüt - neun Minuten inklusive gezügeltem Jazzintermezzo. Show Me Everything kommt gänzlich anders daher, satte Bluesgitarre, Gina Foster als souliger Backround. Dann mit This Fire Of Autumn und Slippin` Shoes zwei regelrechte Gute-Laune-Stücke, nur Staples` barmende Stimme sorgt hier für die Art von ernsthafter Dringlichkeit, die einem jeden Song der Tindersticks zu eigen ist. Medicine, der vorausgesandte Ausblick auf dieses Album, hat an Stärke nichts verloren - "Medicine you are, medicine you need, ..." behutsames Raunen, der Beat pocht, das Cello weint und man selbst ist auch nicht mehr weit entfernt, gleich loszuheulen. Irgendwie passt hier alles zueinander, können die behutsam angedeuteten Diskorhythmen von Frozen problemlos neben der loungigen Kammermusik von Come Inside Platz nehmen - mühelos all das und am Ende irgendwie gar nicht mehr so düster und schwülstig wie in früheren Zeiten. Sie haben sich nicht neu erfunden, wozu auch? Aber man spürt den Willen zur sanften Weiterentwicklung. Und wenn man dann nebenbei so ein Klassealbum abliefert, gibt es keinen Grund zum Klagen. (rh)

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