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Giant Sand: Cover Magazine - Hilfe
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Giant Sand - Cover Magazine

Cover von Cover Magazine
Giant Sand
Cover Magazine

Label Fire
Erstveröffentlichung 25.11.2011
Format CD
Lieferzeit 1 – 8 Werktage
Preis 9,95 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

2002er Gelb-Werk als remasterter Reissue auf Fire, nach dem epochalen/großartigen/genialen (hier Platz für eigenes Lob: ....... ) Chore Of Enchantment, nach dem ähnlichen Spuren folgenden Solowerk Confluence und dem völlig anderen, aber nicht weniger genialen Lull Some Piano jetzt eine CD mit – Coverversionen.
Und da kann man jetzt innehalten und denken: Noch eins? Macht nicht irgendwie jeder – ob gut oder böse – derzeit ein Cover-/Tribute-/Fremdstücke-Album, und wenn es auch nur dazu diente, die eigene kreative Dürrephase für ein halbes Jahr zu kaschieren? Aber wenn man Gelb in den letzten Jahren irgendetwas nicht vorwerfen konnte ist es Mangel an Kreativität. Wie kaum ein anderer tauchte er in immer neuen Impersonifikationen auf, um eine weitere Facette seines nicht immer einfachen musikalischen Geistes zu zeigen.
Und so sind auch die Interpretationen erwartungsgemäß keine schlichten Neuauflagen mit anderen Mitteln, Gelb geht an die Substanz des Originals, seziert, zerlegt, und legt bei diesem fast schmerzhaften Prozeß manchmal essentielle Schönheiten bloß, die man im Original nicht vermutete. Und wenn dazu Geräusche vom Plätschern des Wassers bis zur Explosion nützliche Dienste leisten können – fügen sie sich ins verstörend reinigende Gesamtbild.
Aber genug geschwafelt, ich lass die Fakten sprechen: Für zwölf Stücke gibt es ein Gelb-Gesicht, bei Demontage und Wiederaufbau sind Burns & Convertino fast durchwegs an des Meisters Seite und sorgen mit gestreicheltem Schlagwerk und E- und A-Bass für den mitunter notwendigen Rahmen. Gelb selbst spielt Gitarre, Bass, Harp und Piano, weitere Gäste sind u.a. M Ward, Kevin Salem, Jim Fairchild, P.J. Harvey, Neko Case, Kelly Hogan. Out On The Weekend wird nahezu im Original zelebriert, Iron Man (Black Sabbath) bekommt die sanfte Bar-Jazz-Massage incl. Stand-Bass, Steel Guitar und Trompete, Wayfaring Stranger wird mit leisen Jazz-Anspielungen direkt in der Wüste ausgesetzt, The Beat Goes On von Sonny und Cher kommt leichtfüßig swingend daher und betont das perlende Klavier, die Harvey-Kompostion Plants And Rags wird per Gitarre in den Swamp evakuiert und Cash’s I’m Leaving Now nähert sich so Rockabilly-nah, wie es Giant Sand eben gerade möglich ist. Eine intime und tief berührende, unterschwellig rollende und zum Ende sich aufbäumende Live-Interpretation gibt’s von Rainers The Inner Flame, einer der schönsten Momente des Albums. Und wenn es zu schön wird, weiß uns Gelb immer wieder aufs dünnhäutige Eis zu führen. Aber er lässt uns dort nicht allein.

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