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Neil Young: After The Gold Rush (180g) - Hilfe
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Neil Young - After The Gold Rush (180g)

Cover von After The Gold Rush (180g)
Neil Young
After The Gold Rush (180g)

Label Reprise
Erstveröffentlichung 27.05.2011
Format LP
Lieferzeit 1 – 8 Werktage
Preis 27,00 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

1979. Noch im selben Jahr wie das Studioalbum “Rust Never Sleeps” erschienen, schlug dieser Live-Mitschnitt gleichermaßen wie eine Bombe ein, und ist bis heute einer der Klassiker des Neil Young-Kataloges, neben „Decade“ auch eine optimale Ergänzung als Überblick über sein Werk bis dato. „Live Rust“ folgte demselben Schema wie der Vorgänger: eine akustische Hälfte, dann das Inferno mit Crazy Horse. Und hier ist es wirklich angebracht, von einem solchen zu sprechen. Vielleicht „Weld“, gut zwölf Jahre später, taugt als Vergleich, sonst gibt’s wohl kaum etwas, was dieser hochenergetischen Songabfolge gleichkommt: „Sedan Delivery“, „Powderfinger“, „Cortez The Killer“, „Cinnamon Girl“, „Like A Hurricane“, „Hey Hey My My (Into The Black)“, „Tonight’s The Night“. Im dazugehörigen Film überzeugt besonders der erste Teil durch die visuellen Effekte – übergroße Verstärker und Mikrophone, Roadies in obskuren Kapuzen, die rastlos über die Bühne huschen und Leuchtaugen haben – und Youngs simpler Performance, allein mit Gitarre und Harp zwischen all den riesigen Bühnen-Accessoires, aber auch die Aufnahmen auf der Platte kommen ohne die dazugehörigen Bilder so direkt rüber wie wenig sonst in dieser Zeit. Höhepunkte hier sind zweifelsohne ein wehmütiges „After The Goldrush“ und ein schonungsloses „The Needle And The Damage Done“.
„Die Aufnahme ist machtvoll und erhaben, erfüllt von urtümlicher Stärke. Anstatt bei den Rave-ups das Tempo zu erhöhen, verlegen sich Young und Crazy Horse darauf, es fast bis zu begräbnismäßiger Langsamkeit herunterzubremsen, wodurch viel Raum zwischen den bröckelnd-langgezogenen Gitarrennoten und dem gedämpft tatzenden Schlagzeug freigelassen wird. Dann wird man wieder aufgeschreckt durch einen unerwarteten Ausbruch von ungeklärtem Lärm. Die beiden letzten Seiten von „Live Rust“ werden so zu einem einzigen gewaltigen und düsteren Klagegesang verquickt. Das Ganze ist so überwältigend massiv, dass man den Eindruck bekommt, als würde ein Gebirge in Bewegung geraten.“ (Tom Carson im Rolling Stone, 24.1.1980)
Ein absolutes Muss also und als Doppelalbum auf einer CD heutzutage ohnehin sehr günstig.

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