Aleppo Pine: Holy Picnic - Hilfe
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Aleppo Pine - Holy Picnic

Cover von Holy Picnic
Aleppo Pine
Holy Picnic

Label Alone
Erstveröffentlichung 17.09.2010
Format CD
Lieferzeit 1 – 8 Werktage
Preis 15,75 € (inkl. MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Der dänische Producer Anders Trentemøller wird gemeinhin unter House oder Techno eingeordnet, ist aber eigentlich kaum zu klassifizieren. Mit diesem neuen Album noch weniger. Seinen „Latenight Tales“-Mix fand übrigens sogar der diesen Genres kaum zugetane Glitzer-Chef letztes Jahr ganz formidabel. „Lost” ist letztlich ein avanciertes Pop-Album zwischen Soul und Electronica geworden, extreme subtil und clever produziert und in der Summe rundum innovativ – und das bei höchstem Unterhaltungswert. Es beginnt mit einer fast schon gospelnahen, fast beatlosen Soul-Nummer, eingespielt mit den famosen Low (!). Überhaupt stehen die Vocals hier oft im Mittelpunkt, für ein elektronisch produziertes Album sicher eine Seltenheit. Gäste wie Jana Hunter (Lower Dens), Marie Fisker (einst beim OBS zu Gast), Jonny Pierce (The Drums), Kazu Makino (Blonde Redhead) oder Sune Rose Wagner (The Raveonettes) sorgen aber eben auch für gesangliche Vielfalt und Klasse. Das stilistische Spektrum von Trentemøllers drittem Longplayer reicht von ätherischem 80s-Pop über Shoegazer bis zu jenseitigem Dream-Pop mit cineastischen Qualitäten. Mal mit feingewobenem elektronischem Hintergrund, aber auch mit Gitarren und Rock-Background, ja fast schon spacerockig. Reine Dancefloor-Nummern bleiben die Ausnahme, sie geraten aber auch diesmal wieder zu Monumenten des hypnotischen Grooves, weit entfernt von gängigen Genres. „Still On Fire“ sehe ich in der Nähe von !!!, das unglaubliche „Deceive“ gerät hypnotisch-dunkel und mit Cowbell-Groove noch mehr in Richtung DFA. Dieses zugegeben weite stilistische Spektrum führt Trentemøller mit souverän-unaufdringlicher Eleganz zusammen. (Joe Whirlypop)