Frames: Burn The Maps - Hilfe
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Frames - Burn The Maps

Cover von Burn The Maps
Frames
Burn The Maps

Label Anti
Erstveröffentlichung 07.02.2005
Format CD
Lieferzeit 4 – 7 Werktage
Preis 7,95 € (inkl. MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Melodien in Stille, Lyrik mit irischer Melancholie, so mag es Glen Hansard am liebsten. Kaum ein Song, der nicht mit leisen Worten und geschwungenen Harmonien eingeleitet wird. Wäre das alles, wäre aus Hansard ein weiterer irischer Songwriter geworden. Aber, wenn auch mit ständig wechselndem Personal, die Frames sind eine Rockband, und Hansard möchte eben nicht nur leise vor sich hinplinkern. Er befindet, dass seine Songs ein rockendes Crescendo vertragen – erfordern, und deswegen braucht er einige Mannen um sich, um zu helfen, aus seinen stillen Tragödien große Oper zu entfalten.
Das ständige Auf und ab beherrscht – und praktiziert kaum jemand so schlafwandlerisch wie Hansard. Ein Beispiel ist der Titel Fake, die Nr. 6 des aktuellen Albums, man spürt zu Beginn, dass die große Bühne dekoriert ist, aber Hansard streckt das Stück, mit mehrfach angedeutetem Furioso, das dann kommt, mit aller Kraft die seine Band aufzubieten hat inklusive der alles abdeckenden Gitarren-Maschine und inklusive der Akzente, die der immer wichtig gewesene Violinist Colm Mac Con Iomaire, setzt. Erst tranquiliert, dann aufgeputscht, bricht das Stück ab und beginnt von neuem, auch Sideways Down, das folgende Stück vollzieht diesen Gipfelsturm von ganz unten.
Ich verstehe, warum die Frames dringend Live erlebt werden müssen, wenn sie im Konzert soviel Kraft haben und jede Zeit besitzen, den Rahmen zu sprengen, den sie sich hier auferlegen. Sinnvoller Weise, denn die Songs sind es wert, hier noch gezügelt, zum Einfühlen, aber die Lunte brennt. (ICC)

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