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Femi Kuti/Made Kuti: Legacy + (Stop The Hate / For(e)ward) - Hilfe
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Femi Kuti/Made Kuti - Legacy + (Stop The Hate / For(e)ward)

Cover von Legacy + (Stop The Hate / For(e)ward)
Femi Kuti/Made Kuti
Legacy + (Stop The Hate / For(e)ward)

Label Partisan Records
Erstveröffentlichung 05.02.2021
Format 2-CD
Lieferzeit 4 – 7 Werktage
Preis 15,95 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Enthält zwei Alben, Femi Kuti's "Stop The Hate" und Made Kuti's "For(e)ward". "Stop The Hate" versprüht jenen unverwechselbaren Afrobeat Sound, den Femi im Laufe seiner langen Karriere geformt hat und bekräftigt eine politische Überzeugung, die schon sein Vater Fela in den 60ern, 70ern und 80ern vertreten hat. "For(e)ward" ist ein modernes und progressives Freiheitsmanifest, das die Grenzen des Subgenres sogar noch weiter auslotet.

6 Panel Digisleeve Custom-Artwork von Delphine Desan , mit 12-seitigem Booklet.

21er, die Musik der Kuti-Familie wird nun in der 3. Generation fortgeschrieben. Das neue Werk von Fela-Sohn Femi und das Debut von dessen Sohn Made kommt als gemeinsames Album raus. Femi bleibt wieder einmal dem Afro Beat seines Vaters treu, „updated“ quasi den Sound (und z.T. die Rhythmik) in kraftvoller, offensiver, zupackender Weise, der Groove ist allgegenwärtig. Mal baut er kubanische bzw. Latin-Elemente ein, mal tauchen dezent Rock-Anleihen auf, oder funky 70s-Afro-Pop verschiedener Art, 1 Stück kommt ungewohnt breakreich/mit Rhythmus-Verschiebungen (komplex aufgebaut), der mit 8 Min. längste Track bietet Afro Beat pur/unverändert und ausnahmsweise mehr Raum für (mehrere) Soli der allgegenwärtigen Bläser-Phalanx (mit Bezug der Bläser untereinander und zum Satz-Spiel), ein anderer hält das eh großteils beschleunigte Tempo besonders hoch und gibt der Gitarre mehr Auslauf. Generell jedoch besitzen die Stücke ausgesprochenen „Songcharakter“ (und viel Melodie, auch mittels der Bläser), sind ziemlich kompakt gestaltet, der Gesang ist exzellent (samt effektiver Backing Vocals/kleiner Chöre), E-Piano/Orgel unterstützen, ab und zu gibt´s kurze angejazzte Bläser-Soli. Viele soziale/politische Inhalte. Feines Werk! Noch besser aber finde ich überraschenderweise Mades Debut: Wesentlich vielfältiger, gerade auch die Grooves, Afro Beat bildet die Basis, aber musikalisch/rhythmisch aktualisiert bzw. weiterentwickelt, darüber hinausgehend, die Bläser sind erheblich variabler (und teilweise einfach toll!) arrangiert, aufregend passagenweise, riffen, umranken und umschmeicheln sich, interagieren und kontrastieren spannend (Arrangement-technisch trifft das partiell auch auf reizvoll verwobene Vocals zu!). Dadurch bilden sich auch Jazzeinflüsse etwas stärker heraus (nicht nur in Soli), ohne plakativ jazzig zu wirken. Mal steckt eine Prise Reggae drin (neuerer wie Lovers Rock, v.a. durch den Gesang), mal Afro-Kubanisches, zwischendurch kurz Highlife-Anleihen. Nur in einem Fall klingt´s ruhiger, zurückgenommen, geschmeidig, fast elegant (eine Spur Latin inklusive). Der längste Track ist großartig, noch vielschichtiger resp. jazznäher (hier auch durch ein Piano), ohne auf den Groove zu verzichten. Immer wieder hypnotische Musik von erheblicher Klasse. (detlev von duhn)

Tracklisting
CD 1: Femi Kuti - Stop The Hate <
>1. Pà Pá Pà <
>2. As We Struggle Everyday <
>3. Stop the Hate 4. Land Grab <
>5. Na Bigmanism Spoil Government <
>6. You Can't Fight Corruption With Corruption<
>7. Show of Shame <
>8. Privatisation <
>9. Young Boy / Young Girl <
>10. Set Your Minds and Souls Free / <
><
>CD 2: Made Kuti - For(e)word <
>1. Free Your Mind <
>2. Your Enemy <
>3. Blood <
>4. Different Streets <
>5. Higher You'll Find <
>6. Hymn <
>7. Young Lady <
>8. We Are Strong
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